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Fifa-Weisung wird hart kritisiert

Die neue Regel der Fifa, wonach die Nationaltrikots nicht mehr mit Namen versehen sein dürfen, sorgt für Kopfschütteln. Der DFB wehrt sich gegen diese Vorschrift.

Deutschland trat bereits im Freundschafts-Duell gegen Belgien mit Trikots an, die nur mit Nummern beschriftet waren. Der Gegner ignorierte grosszügig diese Regelung, die für die WM-Qualifikationsspiele Gültigkeit hat. Der Deutsche Fussball-Bund lässt sich das neue Diktat aus dem Hause des Weltfussball-Verbandes nicht gefallen. Noch vor der Partie in Nürnberg sei ihr Protest von der Fifa abgewiesen worden, erklärte Oliver Bierhoff.

Der DFB sucht Verbündete

Der Teammanager der deutschen National-Elf sucht jetzt Verbündete im Kampf gegen die Reglemente, die man getrost in die Kategorie Nonsens einreihen darf. «Wir werden noch einmal dagegen vorgehen und hoffen, dass sich da auch andere Verbände einreihen.» Bierhoff denkt auch an die wirtschaftliche Komponente: «Das Ganze ist nicht nur für die Fans schade, sondern auch für unser Merchandising.»

Partner adidas sieht Gesprächsbedarf

Auch der offizielle Partner adidas dürfte über die Fifa-Weisung nicht begeistert sein. Der Sportartikel-Hersteller hält sich mit der Kritik (noch?) zurück. «Als Partner der Fifa nehmen wir die Neuregelung zur Kenntnis und werden im gemeinsamen Dialog mit unseren Nationalmannschaften den Sachverhalten diskutieren. Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht abschliessend beurteilen, inwieweit diese Entscheidung Auswirkung auf unser Geschäft haben wird », lautete das Statement der adidas gegenüber Redaktion Tamedia.

Knackpunkte sind die Artikel 16 und 21 des Fifa-Reglements für die WM 2010 in Südafrika. Die Nationalteams dürfen demnach nur noch Trikots mit den Nummern 1 bis 18 tragen. Die Fifa will verhindern, dass absurd hohe Nummern den Nationaldress schmücken. Wichtig: Wer zu Beginn auf dem Platz steht, darf nur mit einer Nummer zwischen 1 bis 11 ausgestattet sein. Sollte also Michael Ballack zur Stammelf gehören, so darf er seine geliebte 13 nicht über den Kopf streifen.

Zurück in die Steinzeit

Am Mittwochabend fühlte sich der Konsument im Nürnberger Stadion sowie in der TV-Stube ins Steinzeitalter des Fussballs zurückversetzt. For the Good of the Game, lautete vor nicht allzu langer Zeit der Slogan der Fifa. Dieser Trikot-Unsinn kann allerdings kaum Gutes für den Fussball bewirken.

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