«Fink hätte eine Woche warten können»

Diego Benaglio und der VfL Wolfsburg wollen dem früheren FCB-Trainer Thorsten Fink den Bundesliga-Einstand vermasseln. Die besseren Argumente haben aber Fink und sein Hamburger SV.

Benaglio oder Fink: Für wen geht es nach oben?

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Seit Thorsten Fink beim Hamburger SV unterschrieben hat, gewinnt die Mannschaft wieder. Dem 2:1-Sieg in Freiburg am vergangenen Wochenende, den Fink noch nicht im Stadion miterlebte, folgte am Mittwoch ein 6:0 gegen die eigene Regionalliga-Equipe. Der neue Chefcoach, der den FC Basel in zwei Jahren zu zwei Meistertiteln und einem Cupsieg führte, ist überzeugt, dass seine Spieler nun auch den Heimbock umstossen können. «Jede Serie reisst einmal. Ich hoffe, dass es jetzt ist. Ich bin sehr positiv eingestellt und glaube daran. Es wird Zeit», sagte Fink. Der letzte Heimsieg des HSV datiert vom 19. März, damals gab es ein 6:2 über den 1. FC Köln. Der frühere Basler Mladen Petric glänzte als dreifacher Torschütze.

Finks Ankunft hat in Hamburg eine regelrechte Euphorie entfacht. «Diese wollen wir nutzen. Wenn man verliert, ist sie zwar auch schnell wieder vorbei, aber wenn man gewinnt, hält sie an», so der Coach. «Es ist auf jeden Fall besser, als wenn man negative Tendenzen spürt.» Kein Wunder, wäre es Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio lieber gewesen, wenn sich der Amtsantritt von Thorsten Fink ein wenig nach hinten verschoben hätte. «Fink hätte eine Woche warten können. Erfahrungsgemäss gibt ein solcher Wechsel einer Mannschaft wieder Auftrieb», schreibt der Schweizer Nationalkeeper in seiner «20 Minuten»-Kolumne.

«Er wird auch seinen Weg beim HSV gehen»

Benaglios Respekt vor Fink teilt auch sein Trainer Felix Magath. «Wir haben erst vor kurzer Zeit bei der Uefa-Trainertagung nebeneinander gesessen. Ausserdem kenne ich Thorsten aus meiner Zeit bei den Bayern. Er ist sehr engagiert, hat in Basel stark gearbeitet und sowohl national als auch international Erfolg. Er wird auch seinen Weg beim HSV gehen, aber hoffentlich noch nicht am Samstag», erklärte der Mann, der das VW-Werbeinstrument VfL Wolfsburg wieder auf die europäische Bühne führen soll. Magaths Wolfsburger sind auswärts ähnlich harmlos wie der HSV bislang daheim. Sie verloren die letzten vier Partien auf gegnerischem Terrain allesamt.

«Fink bringt bei uns ordentlich Feuer rein»

Umso mehr will Fink gegen die in der Fremde zahnlosen Wölfe angreifen lassen. «Wir wollen offensiv spielen, die Kontrolle haben, agieren, nicht reagieren. Die Zuschauer zahlen Eintritt, um uns zu sehen. Sie sollen unterhalten und begeistert werden, nicht gelangweilt wieder nach Hause gehen», betont der frühere Bayern-Profi. Verteidiger Heiko Westermann verspricht in der «Hamburger Morgenpost» stellvertretend für die Mannschaft, die Vorgabe in die Tat umzusetzen: «Fink bringt bei uns ordentlich Feuer rein. Wir freuen uns und sind alle heiss auf das Spiel gegen Wolfsburg. Wir wollen von der ersten Minute an ein Feuerwerk abbrennen.» (ak)

Erstellt: 21.10.2011, 11:20 Uhr

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