Vier Antworten zur Schweizer EM-Teilnahme

Wo die Schweiz spielen könnte, wie man an Tickets gelangt – und welche Gegner im nächsten Sommer drohen.

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Wo finden die Spiele statt?

Weil die Uefa nächstes Jahr 60 wird, findet die Europameisterschaft 2020 in zwölf Städten statt. Das ist bei vielen Fans und Experten umstritten – dazu kommt, dass sie beim europäischen Fussballverband auf die Idee kamen, eine asiatische Stadt als Gastgeber zu integrieren (Baku). Die anderen elf Gastgeber sind Amsterdam, Bilbao, Budapest, Bukarest, Dublin, Glasgow, Kopenhagen, London (Wembley), München, Rom und St. Petersburg. Die Viertelfinals finden in Baku, München, St. Petersburg und Rom statt, die beiden Halbfinals und der Final werden im Wembley ausgetragen.

Wie komme ich an Tickets?

Am 1. Dezember öffnet das nächste Bewerbungsfenster, um Tickets zu kaufen. Via Uefa-Webseite gelangt man zum Ticket-Portal, wo man sich zuerst registrieren muss. Entweder gibt es Einzeltickets oder die Option «Follow my team» – mit dieser folgt beispielsweise ein Schweizer Fan dem Nationalteam an alle Spiele, unabhängig von Ort und Runde. Beim Ticketkauf ist die Wahl der Kategorie möglich, der Sitzplatz kann allerdings nicht ausgesucht werden. Die Ticketpreise sind nicht nur abhängig von Kategorie und Runde, sondern auch vom Austragungsort. Das Eröffnungsspiel (12. Juni in Rom) kostet in der Kategorie 1 225 Euro, das günstigste Ticket gibt es in Baku für die Kategorie 3 der Gruppenspiele und Achtelfinal. Wer den EM-Final (12. Juli) feudal in der Kategorie 1 schauen möchte, muss 945 Euro hinblättern.

Quelle: Uefa.com

Wie sehen die Töpfe aus?

Bevor es richtig kompliziert wird, hier die aktuelle Ausgangslage der Lostöpfe: Fix im ersten Topf sind Italien, England, Belgien, Spanien und die Ukraine. Sofern Deutschland gegen Nordirland gewinnt, komplettiert das Team von Bundestrainer Joachim Löw die Gruppenköpfe. Das Schweizer Nationalteam befindet sich im Topf 2, wird also sicher auf eines der bereits genannten Teams treffen. Gemeinsam mit der Schweiz sind dort auch Polen, Russland und Kroatien, dazukommen dürften Frankreich und die Niederlande.

Das bedeutet, dass Titelverteidiger Portugal wohl der unangenehmste mögliche Gegner aus Topf 3 sein dürfte. Endgültig bestätigt ist das allerdings erst, nachdem alle Gruppen komplett sind und wenn am letzten Spieltag keine Überraschungen mehr passieren. Fix sind hingegen Türkei, Dänemark, Österreich und Schweden – läuft alles nach Plan, dürfte neben Portugal Tschechien den dritten Topf komplettieren. Recht offen ist Topf 4, indem erst Finnland fix ist. Die vier Sieger des Playoffs, für den sich die Teams über die Nations League qualifizieren können, plus der zweite Qualifikant aus Gruppe E (Ungarn, Wales oder Slowakei) machen den vierten Topf voll.

Welche Gegner drohen der Schweiz?

Wie versprochen, jetzt wird es kompliziert. Um es vorwegzunehmen: Am 30. November findet die Auslosung um 18 Uhr in Bukarest statt, möglicherweise muss nach dem Playoff aber erneut ausgelost werden. Aber der Reihe nach.

Die Gastgeber wurden bereits einer Gruppe zugewiesen, beziehungsweise zwei pro Gruppe. Allerdings haben sich, wie beispielsweise Aserbeidschan, nicht alle qualifiziert. Bis jetzt präsentieren sich die Gruppen so:

Gruppe A: Italien
Gruppe B: Russland, Dänemark
Gruppe C: Holland, Rumänien*
Gruppe D: England, Schottland*
Gruppe E: Spanien, Irland*
Gruppe F: Deutschland, Ungarn*

*= Sofern qualifiziert (über Nations-League-Playoff theoretisch noch möglich)

Weil mit Russland in Gruppe B bereits ein Team aus Topf 2 steht, kann die Schweiz da also nicht hingelost werden. Als Beispiel für eine Horrorgruppe könnte die Schweiz demnach auf Spanien, Portugal und EM-Halbfinalist Wales (falls sie sich qualifizieren) treffen.

Sollte ein Gastgeber im Nations-League-Playoff mitwirken, wird eventuell nach Abschluss dieser Spiele eine weitere Auslosung notwendig. Denn: Zwei Teams aus dem gleichen Topf dürfen nicht in derselben Gruppe sein – was die Uefa zum Zeitpunkt der Auslosung aber noch nicht wissen kann, weil das Playoff erst im März 2020 stattfindet.

Damit aber noch nicht genug der Auslosungen. Denn was passiert, wenn zwei Gastgeber aufeinandertreffen? Zwei Gruppenspiele tragen sie garantiert zu Hause aus – wer im Direktduell zum Heimspiel kommt, muss wiederum ein Los entscheiden.

Immerhin: Wer Europameister wird, das wird auf dem Platz und nicht mittels Auslosung entschieden. Noch.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier:

(fas)

Erstellt: 19.11.2019, 10:37 Uhr

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