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Gaga oder genial?

Fifa-Präsident Gianni Infantino will mit einem zusätzlichen Playoff-Modus für WM-Endrunden ab 2026 insgesamt 48 Teams zulassen. Eine gute Idee? Die Reaktionen.

Immer mal was Neues: Fifa-Chef Gianni Infantino.
Immer mal was Neues: Fifa-Chef Gianni Infantino.
Keystone

Der Schweizer Fifa-Präsident Gianni Infantino hat anlässlich eines Vortrags an der Universität von Bogotá am Montag vorgeschlagen, die Zahl der Teilnehmer vor den Gruppenspielen ab der WM 2026 um 16 Teams auf 48 zu erhöhen.

Der neue Plan sieht vor, dass die besten 16 Nationalmannschaften der WM-Qualifikation für die Gruppenphase gesetzt sind. Aus den nächstbesten 32 Teams würden dann drei Tage vor dem Beginn der Gruppenphase in einem Playoff die weiteren 16 Gruppen-Teilnehmer ermittelt.

Infantino, der sich seit seinem Amtsantritt im Februar stets für 40 anstatt wie bisher für 32 Teams ausgesprochen hat, erklärt das Umdenken so: «So können wir 16 weiteren Mannschaften die Qualifikation für die Endrunde ermöglichen.» Des Weiteren würde man «weitere Spiele mit absolutem Finalcharakter erhalten».

Mehr Länder und Regionen in der ganzen Welt würden dann glücklich, sagt der Walliser. Mit Playoffs würde es dann 80 statt 64 WM-Spiele geben, und dies werde auch die TV-Einnahmen erhöhen. Es sei eine Idee, die in diesem Monat diskutiert werde, um 2017 am 13. und 14. Oktober am Fifa-Council eine Entscheidung zu treffen.

«Der Spielmodus würde dann absurde Züge tragen»

«Ein Gaga-Plan vom neuen Fifa-Boss», titelt das deutsche Millionenblatt «Bild». Auch Weltmeistertrainer Jogi Löw kann Infantinos Idee überhaupt nichts abgewinnen. «Ich halte das für nicht gut, der sportliche Wert darf nicht verwässern», sagte Löw in der jüngsten Ausgabe der «Welt am Sonntag».

«Es werden bei jedem Vorschlag mehr», meint Spiegel.de. «Pläne immer irrer!», titelt Focus.de und kommentiert, die Fifa treibe ihr Vorhaben zur WM-Aufstockung munter voran. Der Spielmodus würde dann absurde Züge tragen.

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