Gavranovic-Wrestler zeigt keine Einsicht

Mario Gavranovic hatte bei der Wrestling-Einlage von Andrij Pjatow Glück. Der Nationalspieler versteht die Reaktion des Donezk-Torhüters nicht.

Die Champions-League-Partie in der Ukraine ist für Nationalstürmer Mario Gavranovic nach 60 Minuten vorbei. Der Zagreb-Stürmer wird vom gegnerischen Goalie völlig unnötig gefoult und verletzt.(Video: Teleclub)

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Es gibt klare Elfmeter und es gibt solche, die strittig sind. Der Penalty für Dinamo Zagreb am Dienstagabend in der Champions League fiel ganz klar in die erste Kategorie. Und in in die Kategorie extrem dämlich. «Das war wohl das idiotischste Penalty-Foul in der Geschichte», twitterte Tancredi Palmeri, beIN Sport-Korrespondent und ehemaliger Mitarbeiter der italienischen Sportzeitung «Gazzetta dello Sport» nach dem 2:2 von Dinamo Zagreb bei Schachtar Donezk auch.

Die Aktion von Schachtar-Torhüter Andrij Pjatow kann Mario Gavranovic am Tag danach nicht nachvollziehen. «Ich stehe bei Eckbällen immer bei den Torhütern», sagt Gavranovic, «aber so etwas ist mir noch nie passiert. Ich habe ihn weder gestossen noch bedrängt, plötzlich werde ich von hinten attackiert.» Für ihn war es ein glasklarer Penalty. Weniger Verständnis zeigt der Stürmer der Schweizer Nationalmannschaft für die Gelbe Karte, denn Pjatow habe kompromisslos eine Verletzung des Gegenspielers in Kauf genommen.

Die angesprochene Szene passierte nach einem Dinamo-Eckball in der 58. Minute. Schachtar-Keeper Andrij Pjatow riss den Schweizer Internationalen im Stile eines Wrestlers zu Boden. Der Ball war nicht einmal annähernd in der Nähe. Und auch sonst ging von Gavranovic, der sich vor dem Torhüter postierte, keine Aktion aus. Pjatow säbelte den Stürmer ohne Grund um. Um diese Ringer-Einlage zu beurteilen, brauchte es nicht einmal den Videobeweis. Sie war einfach nur dumm. Zudem riskierte Pjatow die Gesundheit des Schweizers. Der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lopez entschied umgehend auf Elfmeter. Der Goalie erhielt Gelb – nur Gelb muss man sagen.

Schachtar-Goalie offenbar ein Wiederholungstäter

In Zeiten mit VAR und geschätzt 100 Kameras rund um das Spielfeld sollten solch rüde Angriffe auf die Gesundheit der Spieler nicht ungestraft bleiben. Was sich Pjatow dabei dachte, bleibt wohl sein Geheimnis. Aber nimmt man folgenden Tweet für bare Münze, sei das nicht der erste Aussetzer des Schachtar-Keepers gewesen.

Wirklich sauer macht Gavranovic die Uneinsichtigkeit des Ukrainers. «Ich habe gehört und gelesen, dass er nach dem Spiel gesagt habe, man solle sich die Szene von Anfang an und auch in der Entstehung ansehen. Der Torhüter hat sich von mir gestört gefühlt», sagt Gavranovic aufgebracht. «Ich habe mir die Szene gut zwanzig Mal angesehen – und von Anfang an. Ich bin mir wirklich keiner Schuld bewusst, habe nichts Falsches gemacht. Ich kann das nicht verstehen.»

Gavranovic konnte böse Verletzung verhindern

Gavranovic verdrehte sich bei der Attacke das Knie, musste wenig später ausgewechselt werden. Am Tag danach erzählt der Schweizer Internationale am Telefon in Zagreb, dass er Glück gehabt habe. «Das Foul hat böse ausgesehen und im ersten Moment schoss mir durch den Kopf, dass etwas Schlimmes passiert ist. Aber ich habe – keine Ahnung wie – rechtzeitig meinen Fuss unter dem Torhüter herausziehen können. Dabei blieb mein Knie unverletzt», sagt der Tessiner.

Für Gavranovic grenzt das an ein Wunder. «Allerdings schmerzt mich mein Fuss, den ich mir dabei verdreht habe», so der 29-Jährige noch etwas müde vom nächtlichen Heimflug aus der Ukraine unmittelbar nach dem Spiel. Aus diesem Grund fehlt noch eine genaue Diagnose. Denn die Untersuchung steht erst am Mittwochabend an, wenn sich die Mannschaft zum ersten Training nach der Rückkehr besammelt. «Aber der Fuss ist nicht geschwollen und es schmerzt zwar, ist aber nicht schlimmer geworden, wenn ich leicht belaste», sagt Gavranovic , «deshalb bin ich zuversichtlich, dass es nichts Schlimmeres ist.» Wenigstens das.

Erstellt: 23.10.2019, 17:44 Uhr

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