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Die Grasshoppers brechen den Bann

GC gelingt zuhause im Letzigrund gegen Sion der Befreiungsschlag: Das Team von Thorsten Fink feiert den ersten Meisterschaftssieg. Auch die Berner Young Boys jubeln.

GC feiert gegen Sion im Letzigrund den ersten Meisterschaftssieg.
GC feiert gegen Sion im Letzigrund den ersten Meisterschaftssieg.
Walter Bieri, Keystone
Nabil Bahoui schiesst die Grasshoppers mit seinen zwei Toren ins Glück.
Nabil Bahoui schiesst die Grasshoppers mit seinen zwei Toren ins Glück.
Peter Klaunzer, Keystone
Die Berner Young Boys bezwingen Neuchâtel Xamax zuhause 5:2. Nach fünf Runden grüsst YB mit dem Punktemaximum von der Spitze der Tabelle.
Die Berner Young Boys bezwingen Neuchâtel Xamax zuhause 5:2. Nach fünf Runden grüsst YB mit dem Punktemaximum von der Spitze der Tabelle.
Peter Schneider, Keystone
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Mit einem 2:1 daheim gegen einen enttäuschenden FC Sion erringen die Grasshoppers den ersten Saisonsieg in der Meisterschaft und den zweiten Sieg im zehnten Spiel unter Trainer Thorsten Fink. Nabil Bahoui, der 27-jährige schwedische Stürmer der Grasshoppers, erzielte auf sehenswerte Weise sowohl das 1:0 in der ersten Halbzeit als auch das 2:1 eine knappe Viertelstunde vor Schluss.

Im Vergleich zum 2:2 in Lugano, bei dem sie nur mit sehr viel Glück um eine Niederlage herumgekommen waren, zeigten sich die Zürcher gegen eine Mannschaft mit einem der besten Kader der Liga stark verbessert, während die Formation von Trainer Maurizio Jacobacci für einmal fast alles schuldig blieb.

Während 75 von 90 Minuten waren die Hoppers besser als die Walliser. Bleiben 15 Minuten. In dieser Viertelstunde musste Trainer Fink erkennen, dass sein Team nach den zahlreichen Negativerlebnissen der letzten Wochen und Monate noch nicht gefestigt ist. Sion glich nach 61 Minuten mit einem Kopfball des neuen senegalesischen Stürmers Moussa Djitté und nach einem bösen Lapsus von Goalie Heinz Lindner aus.

Jeffréns Tätlichkeit nicht geahndet

Von dort weg wirkten die Grasshoppers etwa eine Viertelstunde lang vor allem in der Defensive desorientiert. Der beste Sittener Offensivspieler Pajtim Kasami kreuzte ein paarmal in der Zürcher Gefahrenzone auf. Das 1:2 und sogar das 1:3 aus der Sicht der Zürcher wäre in dieser Phase möglich gewesen. Als aber die Druckphase der Sittener einmal unterbrochen war, hatte GC den Match bis zuletzt wieder gut im Griff.

Viel Glück hatten die Grasshoppers kurz vor der Pause, als Schiedsrichter Lukas Fähndrich eine aus den TV-Bildern klar hervorgehende Tätlichkeit von Stürmer Jeffrén nicht sehen konnte. Auch der zuständige Assistent signalisierte nichts. Die Rote Karte wäre unabdingbar gewesen. Möglicherweise wird die National Football League gegen den Venezolaner ein Verfahren durchführen.

Xamax lange aufsässig

Meister YB steht auch nach der 5. Runde der Super League unbefleckt da. Mit einer Ad-hoc-Formation siegen die Berner daheim gegen Neuling Neuchâtel Xamax 5:2. Drei Tage vor dem eminent wichtigen Rückspiel in den Champions-League-Playoffs bei Dinamo Zagreb nahm Trainer Gerardo Seoane bewusst den ersten Punktverlust in der Super-League-Saison in Kauf. Von der Stammelf, die in Zagreb auflaufen dürfte, standen in der Startformation nur Goalie David von Ballmoos, Verteidiger Grégory Wüthrich sowie die Offensivspieler Nicolas Moumi Ngamaleu und Christian Fassnacht.

Für einen solchen Poker bot sich der Match gegen Aufsteiger Neuchâtel Xamax, der zuletzt zwei schwache Leistungen abgeliefert hatte, noch am ehesten an. Gegen einen nur etwas stärkeren Widersacher hätten die Berner vielleicht die ersten Punktverluste hinnehmen müssen. Aber zuletzt hatte Seoane tatsächlich den Fünfer und das Weggli in der Hand. Die Berner werden ausgeruht nach Kroatien reisen können – und mit dem Selbstbewusstsein des verlustpunktlosen Leaders in der Meisterschaft.

Besten Spieler geschont

Aus Sicht der Berner und speziell den immer valable Alternativen suchenden Seoane war der Wiedereintritt des seit Ende Juli verletzt gewesenen Roger Assalé besonders erfreulich. Der kleine Publikumsliebling erzielte nach gut einer Viertelstunde – nur sechs Minuten nach dem 0:1 – den Ausgleich. Zum zweiten Führungstor zum 3:2 nach 71 Minuten spitzelte Assalé den Ball dem besser postierten Michel Aebischer vor die Füsse, der mit einem satten Vollristschuss traf.

Schon im Cupmatch in Biel hatte Seoane seine besten Trümpfe geschont und mit einer nicht eingespielten Formation spielen lassen. Der Auftritt gegen Xamax war deutlich besser als jener gegen den Erstligisten.

Der Neuenburger Trainer Michel Decastel muss den kommenden Aufgaben mit Sorgen entgegenblicken. Wie schon beim 0:3 in Sitten und beim 1:5 daheim gegen Biel war die Leistung auch im Stade de Suisse bescheiden - und zu schwach für die höchste Liga. Beide Neuenburger Tore erzielte der bosnische Stürmer Mustafa Sejmenovic auf praktisch identische Weise mit Kopfbällen auf Corner. Beide Male kam der junge Berner Innenverteidiger Ali Camara zu spät.

Resultate und Rangliste:

Resultate. Samstag: Young Boys - Neuchâtel Xamax FCS 5:2 (2:1). Grasshoppers - Sion 2:1 (0:0). - Sonntag: Zürich - Basel 16.00. St. Gallen - Luzern 16.00. Thun - Lugano 16.00.

Rangliste: 1. Young Boys 5/15 (16:4). 2. Basel 4/7 (9:7). 3. St. Gallen 4/7 (7:7). 4. Zürich 4/7 (4:5). 5. Thun 4/6 (10:7). 6. Sion 5/6 (11:9). 7. Lugano 4/4 (6:9). 8. Grasshoppers 5/4 (6:11). 9. Neuchâtel Xamax FCS 5/4 (6:14). 10. Luzern 4/3 (7:9).

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