GC schockt Thun in der 93. Minute

Bis in die Nachspielzeit sah Thun gegen die Grasshoppers wie der Sieger aus. Dann aber belohnten sich die Zürcher für ihren Kampf.

Spätes Glück in Thun für GC: Shani Tarashaj (g. r.) gleicht zum 2:2 aus.

Spätes Glück in Thun für GC: Shani Tarashaj (g. r.) gleicht zum 2:2 aus. Bild: Keystone

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Die guten Vorsätze der Grasshoppers, deren Trainer Pierluigi Tami die Bestätigung für den 1:0-Erfolg über Luzern gefordert hatte, hielten in der Thuner Stockhorn-Arena keine zehn Minuten. Die Defensive der Zürcher war so unaufmerksam, dass der vergessen gegangene Frontino gar nicht anders konnte, als zu vollenden.

Noch schlimmer wars aus Zürcher Sicht in Halbzeit 2: Keine Minute war gespielt, als Wittwer seinem Gegenspieler Lang entwischte und aus kurzer Distanz das 2:0 für die effizienten Thuner erzielte. Mit dem Anschlusstreffer von Dabbur (63.), bei dem auch der unermüdliche Ravet seine Füsse im Spiel hatte, kehrte die Hoffnung zu GC zurück. Der zur Pause eingewechselte Tarashai bescherte den Zürchern mit seinem Last-Second-Treffer schliesslich doch noch einen Punkt.

Spielfilm:

14. Minute, 1:0: Gleich mit der ersten richtigen Chance geht Thun in Führung. Die GC-Defensive ist nach einem Einwurf in Strafraumnähe unsortiert, Frontino trifft mit einem satten Flachschuss.

22. Minute: Das hätte das 2:0 für Thun sein müssen. Ferreira flankt zu Sulmoni, es kommt zum Abraller. Frontino will abstauben. Grichting aber hat ausgepasst. Er rettet auf der Linie.

23. Minute: Nun sündigt GC im Abschluss. Dabbur, von Gülen lanciert läuft alleine auf Thuns Keeper Faivre zu, schiebt den Ball an diesem, jedoch am Tor vorbei.

28. Minute: Dabbur dribbelt und kämpft sich im Strafraum in Richtung Out-Linie. Er bringt den Ball scharf zur Mitte – an Freund und Feind vorbei. Es war eine verheissungsvolle Situation.

42. Minute: GC kommt, wieder über den fleissigen Ravet. Er bedient Caio, dessen Schuss recht knapp über die Latte geht.

46. Minute, 2:0: Was hat GC aus dem frühen Gegentor in der ersten Hälfte gelernt? Nichts! Wittwer kann Lang entwischen und hat dann keine Mühe Keeper Vasic im 1:1 zu überwinden.

63. Minute, 2:1: Abrashi legt für Ravet ab, und der bedient den freistehenden Dabbur. Für den Mann aus Israel ist der Abschluss kein Problem mehr.

78. Minute: Thun verpasst den K.o.-Schlag. Munsy spielt Ferreira, der an Vasic scheitert. Es gibt aber einen Abpraller, und Ferreira kommt nochmals zu einer Chance. Er schiesst am leeren Tor vorbei.

91. Minute: Und wieder nichts mit dem 3:1 für Thun: Munsy lässt zwar alle stehen, schlenzt aber am Pfosten vorbei.

93. Minute, 2:2: Nach einem langen Pass in den Strafraum bekommen die Thuner den Ball nicht weg. Tarashaj geicht aus.

Herausragend bei Thun: Frontino. Er war von Beginn an hellwach.

Herausragend bei GC: Ravet. Er war der Antreiber des Zürcher Spiels, liess sich vom frühen Rückstand nicht entmutigen.

Verlierer des Tages: GC-Keeper Vasic. Er wurde von seiner Abwehr wiederholt im Stich gelassen.

Spielwertung: Vier Treffer und jede Menge heisse Szenen – ein sehr sehenswerter Match war das!

So geht es weiter: GC empfängt am Samstag Aarau zu einem weiteren Spiel gegen den Abstieg, Thun gastiert in Sion.

Thun - Grasshoppers 2:2 (1:0)
5047 Zuschauer. - SR Schnyder. - Tore: 10. Frontino (Ferreira) 1:0. 46. Wittwer (Sutter) 2:0. 63. Dabbur (Ravet) 2:1. 93. Tarashaj 2:2.
Thun: Faivre; Bigler, Siegfried, Sulmoni, Wittwer; Hediger, Sutter (81. Mangold); Gonzalez, Frontino (69. Munsy), Ferreira; Sadik (69. Karlen).
GC: Vasic; Lang, Gülen, Grichting, Lüthi; Vadocz (61. Tarashaj), Fedele (87. Ben Khalifa); Ravet (77. Gjorgjev), Abrashi, Caio; Dabbur.
Bemerkungen: Thun ohne Causi, Schindelholz, Schirinzi, Reinmann, Glarner und Zino (alle verletzt). GC ohne Pavlovic (verletzt), Davari, Brown (beide krank), Wüthrich und Dingsdag (beide gesperrt). Super-League-Debüt von Gjorgjev. Verwarnungen: 25. Frontino (unsportliches Verhalten). 60. Vadocz (Reklamieren). 64. Abrashi. 74. Dabbur. 84. Gjorgjev (alle Foul).

Erstellt: 14.03.2015, 22:15 Uhr

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