GC verliert im Cup gegen einen krassen Aussenseiter

Stade Nyonnais spielt zwei Ligen tiefer als die Grasshoppers. Und war für die Zürcher im Cup-Sechzehntelfinal trotzdem zu gut.

Die Entscheidung: Ridge Mobulu verwandelt den Penalty in der Nachspielzeit. Video: SRF
Video: Salvatore Di Nolfi/Keystone

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Klar: Am Schluss machten die Grasshoppers Druck. Da griffen sie an. Da spielten sie sich immer wieder in den gegnerischen Strafraum. Zum Ausgleich allerdings reichte es trotzdem nicht. Und deshalb nahm der Cup-Sechzehntelfinal für GC ein peinliches Ende. Der Schweizer Rekordmeister (27 Titel) und Schweizer Rekord-Cupsieger (19) verlor bei Stade Nyonnais 1:3. Und die Romands aus der Promotion League benötigten nicht einmal Glück für ihren Erfolg, er war verdient.

Den letzten Treffer erzielte Stade Nyonnais in der 95. Minute. Nach einem Konter und dem Elfmeterfoul von Kamber gegen den alleine davon ziehenden Dellay, das auch noch mit Rot bestraft wurde. Mobulu verwandelte den Penalty sicher.

Während der Stadionspeaker die Heimmannschaft mit einem dreifachen «Hip-Hip-Hurra!» feierte, sass Thorsten Fink nach dem Matchende still auf der Bank. Der GC-Trainer war bedient. Seine Mannschaft hatte den Match nicht in den letzten 10, 15 Minuten verloren. Sondern mit einem völlig missratenen Auftritt davor. Nach der Partie begaben sich Spieler und Trainer der Zürcher zu ihren mitgereisten Fans – und erhielten eine Standpauke.

Fink verlor langsam die Geduld

Die Grasshoppers waren bereits in der vierten Spielminute in Rückstand geraten. Dellay brachte seinen Flankenball problemlos an Doumbia vorbei. Und im Strafraum stand Chentouf so frei, als ob die Grasshoppers das alles gar nichts anging. Er hatte wenig Mühe, mit dem Kopf das 1:0 für den Aussenseiter zu erzielen.

GC konnte das frühe Gegentor zwar schnell ausgleichen, weil Mittelstürmer Djuricin einen Ball in der siebten Minute locker an Goalie Da Silva Ferreira vorbeischob. Aber was die Grasshoppers danach boten, liess Fink zusehends die Geduld verlieren. In einer ersten Phase der Partie hatte der 50-jährige Trainer seine Spieler noch positiv ermutigt, schnell nach vorne zu spielen. Doch als sich die Fehler häuften, reagierte er zunehmend genervt.

Eine Torchance in der ersten Halbzeit

Das Offensivspiel der Mannschaft funktionierte überhaupt nicht. Und wie sich GC vom Tempo und der Kraft des unterklassigen Gegners immer wieder überraschen liess, wie es immer wieder Zweikämpfe und Bälle verlor, wie es immer wieder Chancen zulassen musste, das war schon bemerkenswert und lässt sich nicht damit erklären, dass der Mannschaft wegen Verletzungen eine Handvoll potenzieller Stammspieler fehlten.

Nach dem Ausgleich konnte sich der Super-League-Verein bis zur Pause nur noch eine Torchance erarbeiten. Und auf der anderen Seite des Spielfeldes hatten die Grasshoppers mehrmals Glück, um weiteren Schaden herumzukommen. Das 1:1 zur Halbzeit war für sie aufgrund des Spielverlaufs ein gutes Resultat. Aber weil sich an ihrem Auftritt auch in der zweiten Halbzeit zuerst wenig veränderte, geriet die Mannschaft doch wieder in Rückstand. Wie das zweite Gegentor fiel, war symptomatisch für den verunglückten GC-Auftritt. Innenverteidiger Zesiger spielte den Ball seinem Mitspieler Pusic an den Rücken, aus dem Passversuch wurde eine ideale Vorlage für Nyons Fargues. Es war der Anfang vom Ende für die Grasshoppers.

Erstellt: 16.09.2018, 16:51 Uhr

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