Traumtore, viele Karten und ein verletzter Ronaldo

In Unterzahl musste der weiterhin ungeschlagene Leader Barcelona in einem bisweilen wilden 271. Clásico Real Madrid ein 2:2-Remis zugestehen.

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Im sportlich nicht mehr relevanten Spiel ging es primär um die Ehre und die Markierung des eigenen Reviers. Doch umso spektakulärer und hitziger war dieses Duell ums Prestige.

Auf das traditionelle Spalier verzichteten die Madrilenen im Camp Nou wie angekündigt. Der entzauberte Meister hatte keine Gratulationstour im Sinn. Im Gegenteil: Real versuchte, dem katalanischen Rivalen unter die Haut zu gehen. Sergio Ramos bot Barça früh einmal im Wortsinn die Stirn. Das Rencontre des unzimperlichen Real-Captains mit Luis Suarez löste eine Serie von Tritten, Ellbogenschlägen und Schauspieleinlagen aus. Cristiano Ronaldo kehrte nach der Pause nicht mehr zurück aufs Feld. Er verletzte sich bei seinem Tor im Duell mit Piqué. Die Schwere seiner Verletzung ist zurzeit noch unbekannt.

Lionel Messi bringt Barcelona mit einem herrlichen Treffer 2:1 in Führung. Quelle: Twitter

Sergi Roberto sah unmittelbar vor der Pause Rot, aber seine katalanischen Teamkollegen verloren die Kontrolle zunächst nicht. Im Gegenteil: In Unterzahl erzwang Lionel Messi mit seinem 33. Meisterschaftstor vorübergehend den zweiten Vorteil. Erst im Finish fehlte die Energie zur Verwaltung der minimalen Reserve - Gareth Bale ermöglichte dem Champions-League-Rekordsieger mit einem Traumtor das späte Comeback.

Mit viel Effet rettete Gareth Bale seinem Team einen Punkt. Quelle: Twitter

Atlético patzt zu Hause

Im vorletzten Liga-Heimspiel bezog Atlético Madrid die erste Niederlage vor eigenem Anhang. 0:2 unterlag der uninspirierte Europa-League-Finalist dem Aussenseiter Espanyol Barcelona.

Angesichts der klaren Verhältnisse hinter dem Meister FC Barcelona und mit Blick auf das europäische Endspiel gegen Olympique Marseille coachte Diego Simeone nicht mit letzter Konsequenz. Die zweite Garnitur gewährte dem spielerisch limitierten Kontrahenten in der eigenen Zone unüblich viel Raum zur Entfaltung.

Zuvor hatten die Madrilenen in der Ära von Simeone in 248 Meisterschaftspartien durchschnittlich nur 0,68 Tore zugelassen, im Duell mit der katalanischen Nummer 3 verhielt sich die beste spanische Defensive allerdings mehrfach ungenügend bis fahrlässig.

Kurztelegramme und Rangliste

FC Barcelona - Real Madrid 2:2 (1:1). - 97'939 Zuschauer. - Tore: 10. Suarez 1:0. 14. Cristiano Ronaldo 1:1. 52. Messi 2:1. 72. Bale 2:2. - Bemerkung: 45. Rot gegen Sergi Roberto (Barcelona/Tätlichkeit).

Atlético Madrid - Espanyol Barcelona 0:2 (0:0). - 49'834 Zuschauer. - Tore: 53. Melendo 0:1. 77. Baptistão 0:2.

Rangliste: 1. FC Barcelona 35/87 (89:23). 2. Atlético Madrid 36/75 (55:20). 3. Real Madrid 35/72 (84:39). 4. Valencia 36/67 (62:37). 5. Betis Sevilla 36/59 (56:56). 6. Villarreal 35/57 (50:41). 7. Getafe 36/52 (41:32). 8. FC Sevilla 35/51 (43:54). 9. Girona 36/48 (48:57). 10. Eibar 36/47 (41:48). 11. San Sebastian 36/46 (63:56). 12. Celta Vigo 36/46 (55:52). 13. Alaves 36/44 (37:48). 14. Athletic Bilbao 36/43 (40:45). 15. Espanyol Barcelona 36/43 (31:41). 16. Leganes 35/40 (29:43). 17. Levante 35/40 (34:50). 18. Deportivo La Coruña 36/29 (35:70). 19. Las Palmas 36/22 (23:71). 20. Malaga 36/20 (23:56). (dho/SDA)

Erstellt: 06.05.2018, 20:30 Uhr

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