Zum Hauptinhalt springen

Traumtore, viele Karten und ein verletzter Ronaldo

In Unterzahl musste der weiterhin ungeschlagene Leader Barcelona in einem bisweilen wilden 271. Clásico Real Madrid ein 2:2-Remis zugestehen.

dho
Ein intensiver Clásico, bei dem es eigentlich um nichts mehr ging: Der Meister aus Barcelona und Champions-League-Finalist Real Madrid (hier Sergio Ramos) trennen sich spektakulär 2:2.
Ein intensiver Clásico, bei dem es eigentlich um nichts mehr ging: Der Meister aus Barcelona und Champions-League-Finalist Real Madrid (hier Sergio Ramos) trennen sich spektakulär 2:2.
Alejandro Carcia, Keystone
Wenig später jubelt Suarez dann aber doch. Nach einem wunderbar herausgespielten Angriff über Sergi Roberto schiesst er seinen 24. Saisontreffer. Gespielt sind da erst zehn Minuten.
Wenig später jubelt Suarez dann aber doch. Nach einem wunderbar herausgespielten Angriff über Sergi Roberto schiesst er seinen 24. Saisontreffer. Gespielt sind da erst zehn Minuten.
Alejandro Garcia, Keystone
Die Freude beim Meister währte nur kurz. Wieder mal ist es Cristiano Ronaldo, der einen Schritt vor seinem Gegner an den Ball kommt. Nach einem Angriff von Barça schalten die Madrilenen blitzschnell um, Ronaldo leitet den Angriff mit der Hacke selbst ein, via Kroos und Benzema kommt der Ball zurück in die Mitte.
Die Freude beim Meister währte nur kurz. Wieder mal ist es Cristiano Ronaldo, der einen Schritt vor seinem Gegner an den Ball kommt. Nach einem Angriff von Barça schalten die Madrilenen blitzschnell um, Ronaldo leitet den Angriff mit der Hacke selbst ein, via Kroos und Benzema kommt der Ball zurück in die Mitte.
Emilio Morenatti, Keystone
Das Spiel ist gehässig, gegen Ende der ersten Halbzeit holen sich zahlreiche Spieler eine gelbe Karte ab. Und Sergi Roberto, Vorbereiter des 1:0, eine rote. Er wird von Marcelo am eigenen Strafraum bedrängt, verliert die Nerven und verpasst dem Brasilianer einen Faustschlag.
Das Spiel ist gehässig, gegen Ende der ersten Halbzeit holen sich zahlreiche Spieler eine gelbe Karte ab. Und Sergi Roberto, Vorbereiter des 1:0, eine rote. Er wird von Marcelo am eigenen Strafraum bedrängt, verliert die Nerven und verpasst dem Brasilianer einen Faustschlag.
Emilio Morenatti, Keystone
Barcelona igelt sich in Unterzahl aber nicht etwa hinten rein, sie spielen mit. Und gehen in Führung. Suarez setzt sich auf links durch und erreicht Messi in der Mitte. Dieser lässt Casemiro und Ramos alt aussehen und bringt die Katalanen wieder in Führung.
Barcelona igelt sich in Unterzahl aber nicht etwa hinten rein, sie spielen mit. Und gehen in Führung. Suarez setzt sich auf links durch und erreicht Messi in der Mitte. Dieser lässt Casemiro und Ramos alt aussehen und bringt die Katalanen wieder in Führung.
Emilio Morenatti, Keystone
Man kann es Barcelona eigentlich nicht übel nehmen. Erstens war Gareth Bale praktisch unsichtbar. Zweitens hätte er nach einer Tätlichkeit gegen Umtiti gar nicht mehr auf dem Platz stehen sollen. Vergessen darf man ihn aber trotzdem nicht. Wunderbar frei gespielt zimmert Bale den Ball mit seinem linken Fuss ins Tor, keine Chance für ter Stegen, 2:2.
Man kann es Barcelona eigentlich nicht übel nehmen. Erstens war Gareth Bale praktisch unsichtbar. Zweitens hätte er nach einer Tätlichkeit gegen Umtiti gar nicht mehr auf dem Platz stehen sollen. Vergessen darf man ihn aber trotzdem nicht. Wunderbar frei gespielt zimmert Bale den Ball mit seinem linken Fuss ins Tor, keine Chance für ter Stegen, 2:2.
Manu Fernandez, Keystone
1 / 8

Im sportlich nicht mehr relevanten Spiel ging es primär um die Ehre und die Markierung des eigenen Reviers. Doch umso spektakulärer und hitziger war dieses Duell ums Prestige.

Auf das traditionelle Spalier verzichteten die Madrilenen im Camp Nou wie angekündigt. Der entzauberte Meister hatte keine Gratulationstour im Sinn. Im Gegenteil: Real versuchte, dem katalanischen Rivalen unter die Haut zu gehen. Sergio Ramos bot Barça früh einmal im Wortsinn die Stirn. Das Rencontre des unzimperlichen Real-Captains mit Luis Suarez löste eine Serie von Tritten, Ellbogenschlägen und Schauspieleinlagen aus. Cristiano Ronaldo kehrte nach der Pause nicht mehr zurück aufs Feld. Er verletzte sich bei seinem Tor im Duell mit Piqué. Die Schwere seiner Verletzung ist zurzeit noch unbekannt.

Lionel Messi bringt Barcelona mit einem herrlichen Treffer 2:1 in Führung. Quelle: Twitter

Sergi Roberto sah unmittelbar vor der Pause Rot, aber seine katalanischen Teamkollegen verloren die Kontrolle zunächst nicht. Im Gegenteil: In Unterzahl erzwang Lionel Messi mit seinem 33. Meisterschaftstor vorübergehend den zweiten Vorteil. Erst im Finish fehlte die Energie zur Verwaltung der minimalen Reserve - Gareth Bale ermöglichte dem Champions-League-Rekordsieger mit einem Traumtor das späte Comeback.

Mit viel Effet rettete Gareth Bale seinem Team einen Punkt. Quelle: Twitter

Atlético patzt zu Hause

Im vorletzten Liga-Heimspiel bezog Atlético Madrid die erste Niederlage vor eigenem Anhang. 0:2 unterlag der uninspirierte Europa-League-Finalist dem Aussenseiter Espanyol Barcelona.

Angesichts der klaren Verhältnisse hinter dem Meister FC Barcelona und mit Blick auf das europäische Endspiel gegen Olympique Marseille coachte Diego Simeone nicht mit letzter Konsequenz. Die zweite Garnitur gewährte dem spielerisch limitierten Kontrahenten in der eigenen Zone unüblich viel Raum zur Entfaltung.

Zuvor hatten die Madrilenen in der Ära von Simeone in 248 Meisterschaftspartien durchschnittlich nur 0,68 Tore zugelassen, im Duell mit der katalanischen Nummer 3 verhielt sich die beste spanische Defensive allerdings mehrfach ungenügend bis fahrlässig.

Kurztelegramme und Rangliste

FC Barcelona - Real Madrid 2:2 (1:1). - 97'939 Zuschauer. - Tore: 10. Suarez 1:0. 14. Cristiano Ronaldo 1:1. 52. Messi 2:1. 72. Bale 2:2. - Bemerkung: 45. Rot gegen Sergi Roberto (Barcelona/Tätlichkeit).

Atlético Madrid - Espanyol Barcelona 0:2 (0:0). - 49'834 Zuschauer. - Tore: 53. Melendo 0:1. 77. Baptistão 0:2.

Rangliste: 1. FC Barcelona 35/87 (89:23). 2. Atlético Madrid 36/75 (55:20). 3. Real Madrid 35/72 (84:39). 4. Valencia 36/67 (62:37). 5. Betis Sevilla 36/59 (56:56). 6. Villarreal 35/57 (50:41). 7. Getafe 36/52 (41:32). 8. FC Sevilla 35/51 (43:54). 9. Girona 36/48 (48:57). 10. Eibar 36/47 (41:48). 11. San Sebastian 36/46 (63:56). 12. Celta Vigo 36/46 (55:52). 13. Alaves 36/44 (37:48). 14. Athletic Bilbao 36/43 (40:45). 15. Espanyol Barcelona 36/43 (31:41). 16. Leganes 35/40 (29:43). 17. Levante 35/40 (34:50). 18. Deportivo La Coruña 36/29 (35:70). 19. Las Palmas 36/22 (23:71). 20. Malaga 36/20 (23:56).

(SDA)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch