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Goalie Sommer bewahrt FCB vor Cup-Blamage

Der FCZ, Thun und Basel stehen in den Viertelfinals des Schweizer Cups. Der FCB konnte sich erst im Penaltyschiessen gegen Aussenseiter Servette durchsetzen.

Cup-Überraschung auf der Gurzelen: Die Bieler können nach ihrem Coup gegen das oberklassige Luzern jubeln.
Cup-Überraschung auf der Gurzelen: Die Bieler können nach ihrem Coup gegen das oberklassige Luzern jubeln.
Keystone
Die vorentscheidende Szene: Der Luzerner Tomislav Puljic trifft im Penaltydrama nur die Latte...
Die vorentscheidende Szene: Der Luzerner Tomislav Puljic trifft im Penaltydrama nur die Latte...
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Und auch der ehemalige Servettien Alex Frei (l.) tut sich schwer gegen den Underdog an jenem Ort, wo er drei Tage zuvor gefeierter Doppeltorschütze im Länderspiel gegen die Ukraine gewesen ist. Frei kommt allerdings in diesem Cupfight erst als Joker auf den Rasen des Stade de Genève.
Und auch der ehemalige Servettien Alex Frei (l.) tut sich schwer gegen den Underdog an jenem Ort, wo er drei Tage zuvor gefeierter Doppeltorschütze im Länderspiel gegen die Ukraine gewesen ist. Frei kommt allerdings in diesem Cupfight erst als Joker auf den Rasen des Stade de Genève.
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Der Titelträger wäre beinahe schon in der 3. Hauptrunde gestolpert. Der FC Basel musste beim ambitionierten Challenge-League-Vertreter Servette Genf den Umweg über die Verlängerung und das Penaltyschiessen nehmen. In der abschliessenden Nervenprobe sah Stéphane Nater seinen Versuch von FCB-Ersatzkeeper Yann Sommer pariert, was gleichbedeutend mit dem K.o. für Servette war.

In Genf fielen sämtliche Tore vom Penaltypunkt aus. In der regulären Spielzeit, welche mit 1:1 endete, hatten der australische Routinier Scott Chipperfield und Servettes brasilianischer Topskorer Antonio Marcos De Azevedo Strafstösse verwertet. De Azevedo war es dann, der kurz vor Ablauf der Verlängerung für die Romands den Matchball auf dem Fuss hatte. Er wurde aber von Sommer gestoppt. Basel konnte sich in der Endabrechnung bei seinem starken Goalie bedanken. Der Schweizer U21-Internationale war ein würdiger Stellvertreter für den geschonten Franco Costanzo.

Drei Tage vor dem Champions-League-Aufritt gegen CFR Cluj (Rum) rotierte FCB-Trainer Thorsten Fink ein wenig. Alex Frei, der im gleichen Stadion am Mittwoch zwei Tore geschossen hatte, betrat das Terrain gegen seinen früheren Arbeitgeber erst nach einer Stunde. Er eröffnete mit Erfolg das Penaltyschiessen. Bemerkenswert ist, dass bei dieser Affiche mehr Leute im Stade de Genève sassen als beim Länderspiel Schweiz - Ukraine.

Die Revanche der Berner Oberländer

Drei Wochen nach der unglücklichen 1:2-Niederlage in der Meisterschaft revanchierte sich Thun in St. Gallen im Cup. Die Berner Oberländer siegten dank eines Kopfball-Tores von Geburtstagskind Muhammed Demiri in der 70. Minute mit 1:0.

Der 25-jährige Demiri stand in der St. Galler Kälte und vor der Saison-Minuskulisse von 7912 Zuschauern keine zwei Minuten auf dem Platz, als er von der sonst kompakten Ostschweizer Abwehr vergessen wurde und eine Flanke von Oscar Scarione ungehindert aus sieben Metern einnicken konnte. Das Team von Murat Yakin musste in der Schlussphase zwar noch um den glückhaften Erfolg zittern, zumal Enrico Schirinzi (85.) nach der zweiten Gelben Karte vom Platz gestellt wurde. Aber Sandro Calabro und Michael Lang scheiterten aus aussichtsreicher Position wie vor dem Platzverweis Pa Modou und Philipp Muntwiler, die aus kurzer Distanz übers Tor schossen.

Nach seiner Roten Karte vom Super-League-Duell mit Thun stand Germano Vailati wieder im St. Galler Tor. Trainer Uli Forte entschied sich für die Nummer 3 des Nationalteams und gegen Daniel Lopar, der in Sitten zum Matchwinner avanciert war. Gegen Demiris goldenen Kopfball war Vailati chancenlos.

FCZ wirft die letzten Amateure aus dem Wettbewerb

Im diesjährigen Wettbewerb ist der letzte verbliebene Amateur-Verein in den Achtelfinals ausgeschieden. Der FC Tuggen, Leader der 1.-Liga-Gruppe 3, unterlag dem FC Zürich mit 0:4. Die Hoffnungen des krassen Aussenseiters erlitten schon früh einen argen Dämpfer.

Die Partie an der Linthstrasse war kaum angepfiffen, da lag der Gastgeber bereits im Rückstand. Nach einer Flanke von Marco Schönbächler konnte Tuggens Goalie Adrian Bernet einen Ablenker von Admir Mehmedi zwar abwehren, doch gegen Eric Hasslis Nachschuss war er machtlos. Dieser Genickschlag sollte sich als entscheidend erweisen. Weil FCZ-Stürmer Mehmedi, dem Schweizer Junioren-Internationalen, noch vor der Pause eine Doublette gelang, wich die Spannung früh.

Stadionrekord als Trost

Tuggen wehrte sich tapfer. Die beste Chance für das fussballerische Aushängeschild des Kantons Schwyz besass Verteidiger Pleurat Hoxhaj. Er scheiterte in der 64. Minute mit seinem Freistoss an der Latte. Das Heimteam hatte am Ende nur beim Corner-Verhältnis die Nase vorn (8:2). Tuggens Trainer Adrian Allenspach musste seinem Gegenüber Urs Fischer gratulieren. Der FCZ hatte abgeklärt und effizient agiert. Der Einzug in die Viertelfinals geriet nie in Gefahr.

Tuggen bleibt der Trost des Stadionrekords. 4240 Fans verfolgten das Highlight bei guten Wetterbedingungen vor Ort. Der Klub-Kassier durfte sich die Hände reiben.

si/fal

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