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Guardiola geht auf Mourinho los

Der Trainer des FC Barcelona macht vor dem Champions-League-Halbfinal gegen Real Madrid kein Geheimnis daraus, dass er seinen Konterpart José Mourinho für einen überheblichen Selbstdarsteller hält.

Erinnern Sie sich an den 29. November 2010? Damals bezog Real in der spanischen Meisterschaft bei Barça eine vernichtende 0:5-Niederlage und verlor in der Schlussphase der Partie auch noch den Anstand. Verteidiger Sergio Ramos mähte Lionel Messi um und sah Rot, wenig später legte er sich mit seinen spanischen Weltmeister-Kollegen Carles Puyol und Xavi Hernandez an. Kurz und gut: José Mourinhos Mannschaft war auf dem Tiefpunkt angekommen und erntete kübelweise Spott.

Heute präsentieren sich die Kräfteverhältnisse anders. Der FC Barcelona ist in den Augen der Wettanbieter zwar noch immer Favorit, Real Madrid hat dank dem 1:0-Sieg im Endspiel der Copa del Rey aber erkannt, dass auch den Überfliegern um Lionel Messi mit urdeutschen Tugenden wie Leidenschaft und vollem Einsatz beizukommen ist. Mourinho zitierte auf der Pressekonferenz vor dem heutigen Halbfinal-Hinspiel genüsslich einen Ausspruch von Albert Einstein, den er seinem Team schon vor dem jüngsten Cuperfolg über Barça mitgegeben habe: «Die grösste treibende Kraft ist nicht der Dampf oder die Atomenergie, sondern der Wille.»

Gifteleien unter den Trainern

Barcelonas Trainer Josep Guardiola, sonst ein besonnener Mann, konterte Mourinhos geliehene Weisheit mit giftigen Bemerkungen. «Lasst ihn doch Einstein lesen. Alles was ich weiss, ist, dass ich vier Jahre mit ihm gearbeitet habe. Er kennt mich und ich kenne ihn, ich werde mich daran erinnern und darauf konzentrieren», so der frühere spanische Nationalspieler. Guardiola macht kein Geheimnis draus, dass er in Mourinho einen überheblichen Selbstdarsteller sieht: «Abseits des Feldes hat Herr Mourinho ja ohnehin die Oberhand, dafür überreiche ich ihm einen ganz persönlichen Champions-League-Pokal. Er weiss alles über die Welt, und ich will mich erst gar nicht mit ihm messen, wir werden die Sache aber auf dem Fussballfeld regeln.»

Nach dem spanischen Cupfinal hatte Mourinho seinem Konterpart Guardiola vorgeworfen, er sei ein schlechter Verlierer: «Er kritisiert korrekte Schiedsrichterentscheidungen. Das habe ich im Fussball noch nie gesehen.» Guardiola war zuvor die Bemerkung entglitten, das Spiel hätte anders ausgehen können, wenn der Referee Barça ein knappes Abseitstor von Pedro nicht korrekterweise aberkannt hätte.

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