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Guardiolas seltsame Analyse der Niederlage

Der FC Bayern präsentiert sich beim 0:1 gegen Real Madrid im Bernabéu ideenlos und wenig zwingend im Abschluss. Der Trainer und die Spieler der Münchner sind offiziell trotzdem stolz auf ihre Vorstellung.

Das 1:0 für Real: Torschütze Benzema (r.) und Di Maria jubeln, während Bayern-Keeper Neuer machtlos dem Ball hinterher schaut.
Das 1:0 für Real: Torschütze Benzema (r.) und Di Maria jubeln, während Bayern-Keeper Neuer machtlos dem Ball hinterher schaut.
Keystone
Völlig losgelöst: Benzema schreit seine Freude heraus.
Völlig losgelöst: Benzema schreit seine Freude heraus.
Keystone
Ratlos: Guardiola schaut wenig optimistisch aus der Wäsche.
Ratlos: Guardiola schaut wenig optimistisch aus der Wäsche.
Keystone
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«Viel Ballbesitz, aber wenig Ideen» – so fasst das Fachmagazin «Kicker» Bayern Münchens Auftritt im Halbfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid treffend zusammen. Josep Guardiola, der erstmals in seiner Trainerkarriere im Bernabéu eine Niederlage einstecken musste, bemühte sich derweil, das 0:1 und dessen Entstehung als positiv zu verkaufen. «Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hatte einen starken Gegner gut im Griff», so der langjährige Coach des FC Barcelona. «Uns hat nur der Abschluss gefehlt. Ich erwarte, dass wir uns nächste Woche steigern. Wir werden alles geben, brauchen zu Hause aber auch das Publikum. Ich bin optimistischer als vor dem Hinspiel.»

«Wir waren klar überlegen, konnten aber nicht alle Konter verhindern», gab Captain Philipp Lahm zu Protokoll. Es sei unmöglich, einer Weltklasse-Equipe wie Real keine Chancen zuzugestehen. «Wir sind noch nicht raus. Wir spielen zu Hause, in der Allianz Arena ist alles möglich.» Torhüter Manuel Neuer suchte ebenfalls nach dem Positiven und sagte: «Real hat gut verteidigt und auf Konter gespielt. Eigentlich haben wir es ganz ordentlich gemacht. Es ist noch alles drin.» Arjen Robben erklärte gar, er müsse dem Team ein Kompliment aussprechen: «Wir haben das gut gemacht. Wir dominieren das Spiel, wir sind die bessere Mannschaft, aber unsere Schüsse wurden gut geblockt.»

Bayerns Sportvorstand Matthias Sammer, der auch nach klaren Siegen gerne einmal meckert, gab sich freilich weniger diplomatisch als seine Untergebenen: «Es gibt eine ganz einfache Regel im Rückspiel: Zu dem Ballbesitz und der Dominanz muss der gnadenlose Abschluss kommen. Das müssen die Spieler begreifen.» Sky-Experte Franz Beckenbauer, der Ehrenpräsident der Münchner, war ebenfalls nicht zufrieden: «Bayern war nicht so dynamisch und druckvoll, wie man es kennt. Da waren die Madrilenen viel gefährlicher. Sie haben das Tempo gewechselt, wie sie wollten. Sie haben ausgezeichnet Fussball gespielt, von der Taktik und vom Tempowechsel. Die Bayern sind einige Male hochkarätig ausgekontert worden.»

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