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Gut ohne Xavi und Iniesta, aber kein Gott

Lionel Messis Statistiken in Spanien überragen einmal mehr. Papst Franziskus stört sich jedoch am Vergleich mit dem Allmächtigen.

Hat auch ohne sein geniales Duo im Rücken gut Lachen: Lionel Messi führt in Spanien sowohl das Klassement der Torschützen wie auch jenes der Vorbereiter überlegen an.
Hat auch ohne sein geniales Duo im Rücken gut Lachen: Lionel Messi führt in Spanien sowohl das Klassement der Torschützen wie auch jenes der Vorbereiter überlegen an.
EPA/Quique Garcia
Seit dieser Saison spielt Messi weder mit Andrés Iniesta (links) noch mit Xavi Hernandez (rechts) zusammen. Das tut seiner Produktivität keinen Abbruch. Seit Xavi 2015 den Verein verliess, erzielte Messi in 193 Spielen 181 Tore. Seit auch Iniesta weg ist, sind es 41 Tore in 38 Spielen.
Seit dieser Saison spielt Messi weder mit Andrés Iniesta (links) noch mit Xavi Hernandez (rechts) zusammen. Das tut seiner Produktivität keinen Abbruch. Seit Xavi 2015 den Verein verliess, erzielte Messi in 193 Spielen 181 Tore. Seit auch Iniesta weg ist, sind es 41 Tore in 38 Spielen.
AP Photo/Manu Fernandez
«Ein Sakrileg», findet Papst Franziskus. Der Fussballfan und Landsmann von Messi stört sich daran, dass Leute auf dem ganzen Globus den fünffachen Weltfussballer als Gott bezeichnen. Messi sei sehr gut, aber kein Gott.
«Ein Sakrileg», findet Papst Franziskus. Der Fussballfan und Landsmann von Messi stört sich daran, dass Leute auf dem ganzen Globus den fünffachen Weltfussballer als Gott bezeichnen. Messi sei sehr gut, aber kein Gott.
Alberto Pizzoli/Pool Photo via AP
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Lionel Messi ist nie Weltmeister geworden. Lionel Messi hat noch nie in England gespielt. Lionel Messi ist nur dank Xavi Hernández und Andrés Iniesta so stark. Egal in welchem Jahr der Argentinier die Wahl zum Weltfussballer gewann, die Kritik war da und sie war laut, vor allem aus dem Lager der spanischen Hauptstadt. Schliesslich wurden seine direkten Vorgänger Ronaldinho, Fabio Cannavaro und Kaká Weltmeister, schliesslich bewies sich Cristiano Ronaldo schon in England. Und eben, die Sache mit Xavi und Iniesta.

Nun, Messi spielt immer noch bei Barcelona und wurde weder Weltmeister noch gewann er die Copa America, das südamerikanische Pendant zur Europameisterschaft, vielleicht wird er das auch nie tun. Aber zumindest letzteres Argument wird langsam aber sicher hinfällig. Denn Xavi und Iniesta sind weg, genauso wie der Brasilianer Neymar, mit dem sich Messi prächtig verstand.

Messi aber ist noch da und er ist so gut wie eh und je. Oder in Zahlen:

  • Seit Xavis Abgang 2015 (zu Al Sadd, Katar) hat Messi in 193 Spielen 181 Tore erzielt.
  • Seit Neymars Abgang 2017 (zu Paris St-Germain) hat Messi in 92 Spielen 82 Tore erzielt.
  • Seit Iniestas Abgang 2018 (zu Vissel Kobe, Japan) hat Messi in 38 Spielen 41 Tore erzielt.

Bester Schütze, bester Vorbereiter

Man könnte es auch in Titeln des FC Barcelona ausdrücken. Die Blaugrana gewann ohne Xavi zweimal die spanische Liga und dreimal den Cup, ohne Neymar das Double 2018 und auch ohne Iniesta ist sie auf dem Weg zu diesem. Plus: In der Champions League ist Barça auch noch dabei, es wartet im Viertelfinal das wieder in Form gekommene Manchester United.

In La Liga erzielte Messi bisher 31 Tore in 27 Spielen. Damit ist er die Nummer 1 in Spanien weit vor Kollege Luis Suárez und Cristhian Stuani. Der fünffache Weltfussballer profitiert dabei nicht nur von einem oder zwei genialen Partnern, sondern gleich von einer Armada an guten Vorbereitern: Fünf Assists hat er von Suarez bekommen, vier von Arturo Vidal, je drei von Jordi Alba und Ivan Rakitic. Mit seinen 14 Assists ist Messi zudem bester Vorbereiter der Liga.

«Ein Sakrileg»

Es sind solche Zahlen, die Anhänger auf der ganzen Welt dazu verleiten, in Messi einen Gott zu sehen oder ihn zumindest mit einem solchen zu vergleichen. Das ist sogar Papst Franziskus aufgefallen. Der Fussballfan – sein Team ist San Lorenzo – und Messis Landsmann kann damit aber nicht sehr viel anfangen. Das ist nur eine beliebte Art und Weise, sich auszudrücken, sagte er kürzlich.

Natürlich sei Messi sehr gut, fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche an, aber «theoretisch betrachtet ist es ein Sakrileg, ihn als Gott zu bezeichnen».

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