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Haaland kommt von der Bank und schiesst «nur» ein Tor

Borussia Dortmunds Überspieler trifft beim Cup-Aus in Bremen ein-, aber nicht zweimal. Zu Reden gibt auch eine späte Entscheidung des Schiedsrichters.

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Die jungen Wilden mit Traumtor und Frust: Der 18-jährige Reyna trifft für den BVB, ehe der 19-jährige Haaland fast mit seinem zweiten Tor der Ausgleich gelingt. (Video: Youtube)

Der Abend endet im Fundbüro. «Das war ein Spiel auf Augenhöhe und wir haben unseren Fussball wiedergefunden. Den haben wir lange nicht gesehen. Das ist die wichtigste Nachricht.» So sagt das Florian Kohfeldt, Trainer von Werder Bremen, seit einer schwachen Hinrunde ein Abstiegskandidat und tief in der Krise. Eigentlich.

Denn im Cupachtelfinal am Dienstagabend spielen die Grün-Weissen gross auf, führen gegen Dortmund, das «Team der Stunde» in der Bundesliga, zur Pause 2:0 und ziehen schliesslich nach spektakulärem Schlagabtausch mit 3:2 in die nächste Runde ein – wie bereits vor einem Jahr. Dortmund hat den Werder-Fluch: An keinem anderen Team ist der BVB im Cup so oft gescheitert.

Spektakel pur

Zu Reden gibt so einiges. Das Traumtor von Leonardo Bittencourt, ein Volley aus 25 Metern. Der nächste Auftritt des «Zauber-Erlings» Haaland, der nach seiner Einwechslung mit dem 1:2, dem achten Tor im vierten Spiel für Dortmund, dem BVB noch einmal Hoffnung bringt. Das nächste Traumtor, diesmal von Giovanni Reyna, 17-jähriges US-Talent des BVB, zum 2:3-Anschluss. Und das (zu)packende Finale, in dem Reyna im Strafraum etwas gar leicht zu Boden geht, Bremens Captain Moisander darauf völlig austickt und den Youngster am Kragen packt. Schiedsrichter Winkmann wird vom VAR, im Cup ab Achtelfinal im Einsatz, zum Bildschirm beordert – und zeigt zum Erstaunen vieler zweimal Gelb, statt Rot für eine Tätlichkeit von Moisander. Dortmund protestiert wild. Mit an vorderster Front: der junge Wilde Haaland.

«Da gibt es keine zwei Meinungen», sagt Dortmunds Nationalspieler Mats Hummels, «da muss er Rot und Penalty geben.» «Ich kann verstehen, wenn die andere Seite das anders sieht», meint Werder-Trainer Kohfeldt, «aber für einen Elfmeter finde ich das zu wenig.»

Auch die Schweizer haben ihre Hände im Spiel. Marwin Hitz vertritt im Tor von Dortmund für einmal Landsmann Roman Bürki. Und Trainer Lucien Favre bringt zwar Haaland, später aber auch den Defensivspezialisten Emre Can in seinem ersten Spiel für den BVB: Beim Stand von 2:3 kurz vor Schluss muss Reus verletzt vom Feld.

Nur fast gestochen hat diesmal der Haaland-Joker: Nach seinem Anschlusstor scheitert der Norweger kurz vor Schluss mit einem Kopfball am starken Werder-Keeper Pavlenka. 2:3 statt 3:3. Werder-Sieg statt Haaland-Doppelpack.

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