Hoeness verblüfft mit Aussagen zu Bayerns Transferpolitik

Bayern-Präsident Uli Hoeness gab sich in der TV-Sendung «Doppelpass» angriffig – mit Aussagen über die deutsche Meisterschaft und bereits fixe Transfers.

Bayern-Präsident Uli Hoeness sagt, man könne auch mal eine Saison auf die Meisterschaft verzichten.

Bayern-Präsident Uli Hoeness sagt, man könne auch mal eine Saison auf die Meisterschaft verzichten. Bild: Keystone

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Zur andauernden Kritik über die Transferpolitik des FC Bayern in den letzten beiden Transferperioden und das vermeintlich zu dünne Kader sagte Hoeness: «Wir haben beschlossen, dieses Jahr nicht zu klotzen, aber nächstes Jahr. Wenn die Kritiker wüssten, wen wir für die nächste Saison schon alles sicher hätten.» Wieso die Transfers noch nicht kommuniziert werden? «Du kannst ja nicht jetzt schon alles rausposaunen und sagen, wer nächstes Jahr alles kommt. Dann wären die Spieler, die nicht mehr spielen, ja böse.»

Seiner Aussage nach haben sich die Bayern diese Saison bewusst auf dem Transfermarkt zurückgehalten. «Wir haben einige verdiente Spieler, denen wir keine Spieler vorsetzen wollten. Wir waren bereit, auch mal eine Saison auf die Meisterschaft zu verzichten.» Weiter klotzte er: «Ich habe 50 Titel gewonnen in meiner Karriere. Da kommt es auf einen Titel auch nicht an.»

Fehde mit Hamann angeheizt

Der ehemalige Münchner und heutige Sky-Experte Dietmar Hamann befindet sich seit seiner Behauptung, Stürmer Robert Lewandowski könne noch zum Problem für das Team werden, in einem offenem Schlagabtausch mit den Bayern-Bossen.

In der Sendung feuerte Hoeness einen weiteren Giftpfeil in Richtung Hamann ab: «Didi Hamann fühlt sich wie der Messias der Fussball-Kommentatoren.» Die Antwort liess nicht lange auf sich warten. Im Sky-Studio nahm er das Transferprahlen des Bayern-Präsidenten auseinander. Auf die Frage, ob er Hoeness glaube, antwortete er: «Nein. Bei Hernandez von Atlético Madrid mögen die Verhandlungen vielleicht fortgeschritten sein, aber ich glaube nicht, dass es fix ist.» Er habe grosse Zweifel, sagte Hamann, dass hochkarätige Spieler sich bereits den Bayern angeschlossen hätten. Das würde in der heutigen Zeit eine enorme finanzielle Grössenordnung beinhalten und sei kaum geheim zu halten.

Die ganze Folge «Doppelpass». (Video: Youtube/SPORT1)

Bayern hätten Purzelbäume gemacht

Ebenfalls keinen Glauben schenkte Hamann Hoeness’ Schilderung, nach der die Bayern bereit gewesen wären, für verdiente Spieler wie Franck Ribéry oder Arjen Robben einmal die Meisterschaft zu opfern. Im Winter hätten die Bayern «Purzelbäume gemacht, um Hudson-Odoi von Chelsea zu holen». Wenn dieser Transfer gelungen wäre, hätten die beiden noch weniger gespielt. Das widerspräche der Aussage.

Gespannt darf man einer nächsten Runde der Fehde entgegenfiebern.

Erstellt: 27.02.2019, 09:54 Uhr

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