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Hoeness und die Bayern sparen für grossen Transfer

Der Präsident kündigt Investitionen an – und sagt, weshalb sich die Münchner trotzdem keinen ganz Grossen wie Ronaldo leisten wollen.

Teilweise in Rage: Uli Hoeness erzählt seine Sicht der Dinge auf Sky. (22. Juni 2018)
Teilweise in Rage: Uli Hoeness erzählt seine Sicht der Dinge auf Sky. (22. Juni 2018)
Matthias Balk, Keystone

Zwei Stunden lang redet Bayern-Präsident Uli Hoeness im Interview mit dem TV-Sender Sky. Am liebsten spricht er über ein Thema: das liebe Geld. Er könne einfach nicht nachvollziehen, warum die ganze Welt dem FC Bayern München auf der einen Seite vorwerfe, nicht genug in neue Spieler zu investieren, gleichzeitig aber bemängele, der FC Bayern sei in der Bundesliga zur Zeit nicht anzugreifen.

«Wenn wir jetzt auch noch für 400 Millionen Euro Spieler kaufen, kommt keiner mehr an uns vorbei. Wenn wir Ronaldo kaufen, werden wir nicht mit 25, sondern mit 35 Punkten Vorsprung Meister», sagt Hoeness und schliesst mit der Feststellung: «Diese ganze Welt ist ein bisschen schizophren.»

Dennoch kündigt er für das kommende Jahr grosse Investitionen an. «Zur Zeit sammeln wir etwas Geld ein, um im nächsten Jahr vielleicht mal etwas grösser einzukaufen», sagt er. Fünfzig bis sechzig Millionen müsse man schon jeweils investieren, um Spieler wie Arjen Robben oder Franck Ribéry zu ersetzen.

«Kein Mensch ist 200 Millionen wert»

Und wenn dann gleich zwei oder drei Spieler gekauft würden, käme schnell ein dreistelliger Millionenbetrag zusammen. Angebote in Höhe von «150 Millionen Euro» hätte man zwar auch auf einen Schlag für Robert Lewandowski bekommen können, so Hoeness, die seien aber gar nicht erst bei ihm eingegangen, weil man sie ja ohnehin nicht gewollt habe. So seine Version der Realität.

Dass der FC Bayern bei Transfers von Spielern wie Cristiano Ronaldo oder dem Brasilianer Neymar nicht mitmische, ist für Hoeness eine Sache der Einstellung. Schlieslich weiss er zweierlei: «Nicht die, die am meisten Geld ausgeben, gewinnen am meisten.» Und: «Kein Mensch ist 200 Millionen wert.»

Wenn der «FC Katar» oder der «SV Shangai» das machen wollten, wäre das ihre Sache. «Früher hat man gegen Fussballvereine gespielt und nicht gegen Staaten», wettert er. «Ich möchte jedenfalls nicht von einem Mann abhängig sein, der heute in Fussball investiert und morgen in Pferde.»

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