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Hoeness wird angeklagt

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen FC-Bayern-Präsident Uli Hoeness Anklage wegen Steuerhinterziehung erhoben. Ob die Anklage zugelassen wird, ist noch offen.

Jüngste Berichte belasten ihn zusätzlich: Uli Hoeness sieht sich ein Spiel seines Clubs gegen den Hamburger SV an. (20. Juli 2013)
Jüngste Berichte belasten ihn zusätzlich: Uli Hoeness sieht sich ein Spiel seines Clubs gegen den Hamburger SV an. (20. Juli 2013)
Reuters
Seine öffentlichen Auftritte werden rarer: Uli Hoeness bei der Vorstellung des neuen Bayern-Trainers Pep Guardiola. (24. Juni 2013)
Seine öffentlichen Auftritte werden rarer: Uli Hoeness bei der Vorstellung des neuen Bayern-Trainers Pep Guardiola. (24. Juni 2013)
Keystone
Die deutsche Sportreporterlegende Dieter Kürten schloss in der ARD einen Rücktritt von Hoeness als Bayern-Präsident nicht aus.
Die deutsche Sportreporterlegende Dieter Kürten schloss in der ARD einen Rücktritt von Hoeness als Bayern-Präsident nicht aus.
Keystone
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Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen Uli Hoeness erhoben. Dem Präsidenten des FC Bayern München werde Steuerhinterziehung vorgeworfen, teilte das Oberlandesgericht München mit. Über die Zulassung der Anklage müsse nun die Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München entscheiden. Mit einer Entscheidung sei nicht vor Ende September zu rechnen.

Dem Gericht zufolge schloss die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen am Montag ab und erhob am Dienstag die Anklage. Hoeness und seine Verteidiger haben nun einen Monat Zeit, Stellung zu nehmen. Deshalb und wegen des Umfangs der Ermittlungsakten rechnet das Gericht nicht vor Ende September mit einer Entscheidung über die Eröffnung eines Hauptverfahrens.

Teil der Vorwürfe womöglich verjährt

Weitere Einzelheiten zum Anklagevorwurf wollte das Gericht nicht bekannt geben. Zuletzt hatte es geheissen, ein Teil der Vorwürfe könnte verjährt sein. Wie «Spiegel.de» berichtet, könnte Hoeness deshalbauf eine milde Strafe hoffen: die Staatsanwaltschaft scheine eine Verurteilung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung beantragen zu wollen. Zudem solle der Aufsichtsratsvorsitzende der FC Bayern München AG eine Geldstrafe von 720 Tagessätzen zahlen, was einer weiteren Freiheitsstrafe von zwei Jahren entspricht. mit einer Bewährungsstrafe davon kommen.

Der 61-jährige Hoeness hatte im Januar eine Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung erstattet. Diese soll unvollständig gewesen sein, weshalb die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleitete. Angeblich soll er jahrelang die Steuern für ein Konto in der Schweiz hinterzogen haben.

AP/kpn

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