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Portugal siegt 4:1 – Holländer verhindern Schmach

In der WM-Qualifikation bleibt Portugal der Schweiz auf den Fersen. Und in Luxemburg wahrt die Niederlande mit einem 3:1 ihre Chancen in der Gruppe A.

Die Niederländer siegten, doch überzeugen konnten sie spielerisch nicht: Der Luxemburger Maxime Chanot (links) im Zweikampf mit dem Niederländer Arjen Robben.
Die Niederländer siegten, doch überzeugen konnten sie spielerisch nicht: Der Luxemburger Maxime Chanot (links) im Zweikampf mit dem Niederländer Arjen Robben.
John Thys, AFP

Portugal lässt die Schweiz in der WM-Qualifikation nicht davonziehen. Knapp drei Stunden nach dem 2:0 der Schweizer gegen die Färöer ziehen die Portugiesen mit einem 4:1 daheim gegen Lettland nach.

Doppeltorschütze Cristiano Ronaldo erzielte das 1:0 nach 28 Minuten mit einem Foulpenalty. FCZ-Goalie Andris Vanins entschärfte kurz danach einen Schuss Ronaldos mit einer glänzenden Parade und verhinderte das sicher scheinende 0:2. Nach einer Stunde hätte Ronaldo mit einem weiteren gerechtfertigten Penalty auf 2:0 erhöhen können. Aber er traf den linken Pfosten – genau wie beim 0:0 im Gruppenspiel der EM-Endrunde gegen Österreich.

Als die Statistik 18:4 Torschüsse für Portugal anzeigte, glich Arturs Zjusins Mitte der zweiten Halbzeit aus dem Nichts, aber nach einem schönen Solo aus. Für die verdiente Korrektur zur neuerlichen Führung benötigte William Carvalho mit einem Kopfball keine drei Minuten. Den Sieg stellte Ronaldo nach 85 Minuten sichern. Das 2:1 und das 3:1 hatte Ricardo Quaresma vorbereitet, ehe Bruno Alves in der Nachspielzeit auf 4:1 erhöhte.

Holland entkommt Blamage

Die niederländische Fussball-Nationalmannschaft hat in der WM-Qualifikation mit grosser Mühe eine Blamage verhindert. Der in der Halbzeit für den enttäuschenden Weslej Sneijder eingewechselte Memphis Depay erstickte im Josy Barthel-Stadium von Luxemburg mit seinem Kopfballtreffer zum 2:1 nach einer Stunde die aufkeimende Hoffnung der Luxemburger auf eine Sensation.

In der 84. Minute versenkte Depay zudem einen Freistoss zur endgültigen Entscheidung.

Die Niederlande schloss damit nach Punkten zu Schweden auf, das am Freitag das Spitzenspiel gegen Leader Frankreich verloren hatte (1:2).

Bevor sich Depay hervortat, hatte das Team des in der Kritik stehenden Danny Blind mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Gegen den 130. der Weltrangliste drohte den Niederländern, die nach der Verpassten EM-Qualifikation auch durchzogen in die WM-Kampagne gestartet waren, vorübergehend weiteres Ungemach.

Rückkehrer Arjen Robben erzielte in seinem ersten Länderspiel in diesem Jahr nach 36 Minuten zwar das standesgemässe 1:0. Nach einem unnötigen Trikotzupfer von Joshua Brenet im Strafraum kamen die ohne sechs Stammspieler angetretenen Luxemburger aber vor der Pause per Penalty zum Ausgleich.

Für Luxemburg war es nach acht Zu-null-Niederlagen gegen die Niederlande der erste Treffer gegen diesen Gegner seit 1963. Vor 43 Jahren hatte sich der krasse Aussenseiter in der EM-Qualifikation mit dem Gesamtskore von 3:2 durchgesetzt.

Erst in der zweiten Halbzeit wendeten die Gäste ein erneutes Debakel ab. Gerichtet haben es nicht die beiden Routiniers Robben und Sneijder, die nach der Pause nicht mehr auf den Platz zurückkehrten, sondern Daley Blind, der Sohn des Trainers, der beim 1:0 die entscheidende Flanke schlug, und der 22-jährige Depay, der bei Manchester United unter José Mourinho auf dem Abstellgleis steht.

Belgien ohne Verlustpunkt

In der Gruppe H steht Belgien nach wie vor ohne Verlustpunkt da. Der Offensivkraft der Roten Teufel hatte in Brüssel erwartungsgemäss auch Estland nichts entgegenzusetzen. Beim 8:1-Kantersieg gegen Estland wurde Thibaut Courtois im vierten Spiel zum ersten Mal bezwungen, zum Zeitpunkt des Gegentors nach einer halben Stunde führten die die vor Spielfreude strotzenden Gastgeber aber bereits mit drei Längen. Weitere fünf Treffer legten sie in der letzten halben Stunde nach. In vier Spielen haben die seit Sommer von Roberto Martinez betreuten Belgier 21 Tore erzielt.

Erster Verfolger der Belgier bleibt Griechenland, das beim 1:1 zu Hause gegen Bosnien-Herzegowina in der fünften Minute der Nachspielzeit zum glückhaften Ausgleich durch Georgios Tzavellas kam. Die Griechen waren im hitzigen Duell um den 2. Platz in der 32. Minute durch einen abgefälschten Freistoss von Miralem Pjanic in Rückstand geraten.

In der 80. Minute sah der Bosnier Edin Dzeko die Gelb-Rote Karte und der Grieche Kyrgios Papadopoulos die Rote. Dzeko hatte seinem Gegenspieler Sokratis nach einem Zweikampf die Hose heruntergezogen, Papadopoulos im anschliessenden Gemenge den Assistenzschiedsrichter beleidigt.

WM-Qualifikation. Gruppe A:

Bulgarien - Weissrussland 1:0 (1:0). - Sofia. - 2000 Zuschauer. - Tor: 10. Popov 1:0. - Bemerkungen: 91. Gelb-Rote Karte gegen Hleb (Weissrussland).

Luxemburg - Niederlande 1:3 (1:1). - Luxemburg. - 8000 Zuschauer. - Tore: 36. Robben 0:1. 44. Chanot (Foulpenalty) 1:1. 58. Depay 1:2. 84. Depay 1:3. - Niederlande: Stekelenburg; Brenet, Bruma, Van Dijk, Blind; Klaassen, Wijnaldum, Ramselaar (88. De Roon); Robben (46. Berghuis), Dost, Sneijder (46. Depay). - Bemerkungen: Luxemburg mit Mutsch (St. Gallen).

Rangliste: 1. Frankreich 4/10 (7:2). 2. Niederlande 4/7 (8:4). 3. Schweden 4/7 (6:3). 4. Bulgarien 4/6 (6:10). 5. Weissrussland 4/2 (2:6). 6. Luxemburg 4/1 (5:9).

Gruppe H:

Belgien - Estland 8:1 (3:1). - Brüssel. - Tore: 8. Meunier 1:0. 16. Mertens 2:0. 25. Eden Hazard 3:0. 30. Anier 3:1. 62. Carrasco 4:1. 64. Klavan (Eigentor) 5:1. 68. Mertens 6:1. 83. Lukaku 7:1. 88. Lukaku 8:1. - Belgien: Courtois; Dendoncker, Ciman, Vertonghen; Meunier, De Bruyne, Witsel, Carrasco; Mertens (79. Tielemans), Lukaku, Eden Hazard (73. Mirallas).

Griechenland - Bosnien-Herzegowina 1:1 (0:1). - Piräus. - Tore: 32. Karnezis (Eigentor) 0:1. 95. Tzavellas 1:1. - Bemerkungen: 55. Pfostenschuss von Fortounis (Griechenland). 80. Rote Karte gegen Papadopoulos (Griechenland). 80. Gelb-Rote Karte gegen Dzeko (Bosnien).

Zypern - Gibraltar 3:1 (1:0). - Nikosia. - 4000 Zuschauer. - Tore: 29. Laifis 1:0. 51. Casciaro 1:1. 66. Sotiriou 2:1. 87. Sielis 3:1. - Bemerkungen: 80. Gelb-Rote Karte gegen Olivero (Gibraltar).

Rangliste: 1. Belgien 4/12 (21:1). 2. Griechenland 4/10 (9:2). 3. Bosnien-Herzegowina 4/7 (8:5). 4. Zypern 4/3 (3:8). 5. Estland 4/3 (5:15). 6. Gibraltar 4/0 (2:17).

si/jdr/foa

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