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«Ich hätte mir vielleicht noch mehr Geld gegeben»

Vladimir Petkovic führte die Schweiz in 34 Spielen zu 20 Siegen – folgt nun die Qualifikation für Russland 2018? Foto: Walter Bieri (Keystone)

Sind Sie ein glücklicher Trainer?

Sie haben in der Qualifikation acht Spiele in Folge gewonnen. Ist das ein Moment des Glücks?

Trotzdem muss eine Befriedigung da sein.

Wie sehr ist Ihre Stimmung geprägt vom Vertrauen, das der Verband Ihnen mit der Vertragsverlängerung bis 2020 gegeben hat?

Hätten Sie den Vertrag mit sich auch verlängert?

Was sehen Sie als Schlüsselmoment in Ihrer Arbeit?

... im Testspiel im November 2015 …

Den grossen spürbaren Schritt haben Sie in Lugano gemacht, beim Trainingslager vor der EM.

«Wir fragten: Was wollen wir, für welche Werte stehen wir?»

Das tönt alles …

Das tönt, als hätten sich alle an den Händen gehalten, und alles sei gut geworden.

Würde es diesen Prozess ohne Sie nicht geben?

Aber Sie sind der Hauptverantwortliche dafür?

Sie spürten, dass das ein entscheidender Moment war, weil die Spieler zu reden begannen?

... den es nicht gab?

Aber auch Sie haben sich verändert. Am Anfang, sagt Admir Mehmedi, seien Sie noch zurückhaltend gewesen, Sie hätten aus der Distanz zugeschaut …

... durch Ihr Öffnen näherten sich Trainer und Mannschaft an.

Sie sind vom Grundsatz her ein misstrauischer Mensch …

Vertrauen?

Haben Sie auch etwas über sich gelernt?

Das heisst?

«Ich bin kein Soldat, der einfach etwas akzeptieren will.»

Sie sind seit über drei Jahren im Amt. Hat es einen Moment gegeben, in dem Sie das Gefühl hatten, falsch verstanden zu werden?

Zum Beispiel?

Hat Sie das verletzt?

Die Grundstimmung im Land gegenüber der Nationalmannschaft ist positiv. Wie gut tut Ihnen das?

Die Rolle der Medien ist anders.

Was für eine Art Trainer sind Sie?

Aber wenn Sie in den Spiegel schauen, wissen Sie doch, wie Sie auf andere wirken.

Wie gut ist diese Mannschaft?

«Ich habe keine schlaflosen Nächte. Ich muss ein Vorbild sein.»

Die Situation kann absurd sein: Die Schweiz kann neun Spiele gewonnen haben und dennoch nicht zur WM fahren.

Aber es würde sehr wehtun.

Machen Sie sich keine speziellen Gedanken?

Wenn ein Spiel näher kommt, wie sehr spüren Sie dann den Druck? Haben Sie schlaflose Nächte?

Sie spüren auch Nervosität. Ist es kein Problem, das zu kontrollieren?

Es stehen zwei spezielle Spiele an …

Gehen Sie mit der gleichen Einstellung gegen Ungarn ins Spiel wie etwa in Lettland?

Wie entscheiden Sie, wer spielt? Vom Kopf her, aus dem Bauch ­heraus, ganz allein?

Wie gut ist diese Qualifikationsgruppe mit Andorra oder Färöer, die man einfach schlagen muss, wenn man an die WM will?

Macht das Ihre Mannschaft aus: Dass sie inzwischen Pflichtaufgaben wie in Lettland souverän erfüllt?

Wie ist das möglich?

Auf Djourou traf das zu …

Wie stolz sind Sie auf diese Mannschaft?

Die nächste Heraus­forderung: Heisst das Viertelfinal an der WM?

Erstaunlich ist, dass es beinahe das Team ist, das 2014 den WM-Achtel­final verlor. Weg sind nur Benaglio und Inler. Wofür steht es heute?

Schade.

Nach dem 3:0 in Lettland sagten Sie, Sie trauten dieser Mannschaft den Sieg gegen Ungarn zu, das reiche für den Moment. Aber was ist, wenn Sie darüber hinaus schauen?

Sie haben doch auch Träume.

Diese Mannschaft hat ein Defizit. Sie erzielt zu wenig Tore, trotz aller Chancen. Wie lässt sich das ändern?

Ja?

Wie spielt man gegen Ronaldo?

Sie weichen aus. Wie spielt man grundsätzlich gegen Ronaldo?

Lässt er sich als Vorbild für die eigenen Spieler nehmen?

Also reden Sie über Lichtsteiner als Vorbild.