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«Ich lebe mit Ängsten»

Philipp Lahm äussert sich nach den Terrortagen von Paris mit grosser Sorge und sagt, wie er als Fussballer mit der Bedrohung umgeht.

...Captain Lahm in Rio den WM-Pokal in die Höhe. (13. Juli 2014)
...Captain Lahm in Rio den WM-Pokal in die Höhe. (13. Juli 2014)
Martin Meissner, Keystone
Die EM 2012 in Polen und der Ukraine beendet die deutsche Nationalmannschaft unter Captain Lahm unter den Top 4, Italien ist in den Halbfinals Endstation. (13. Juni 2012)
Die EM 2012 in Polen und der Ukraine beendet die deutsche Nationalmannschaft unter Captain Lahm unter den Top 4, Italien ist in den Halbfinals Endstation. (13. Juni 2012)
Vadim Ghirda, Keystone
Kein gelungener Einstand: 2004 spielt Philipp Lahm (unterste Reihe, z.v.l.)  zum ersten Mal für die Nationalmannschaft. An der Europameisterschaft in Portugal scheidet das Team aber bereits in der Vorrunde aus.
Kein gelungener Einstand: 2004 spielt Philipp Lahm (unterste Reihe, z.v.l.) zum ersten Mal für die Nationalmannschaft. An der Europameisterschaft in Portugal scheidet das Team aber bereits in der Vorrunde aus.
Matthias Schrader, Keystone
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Die deutsche Nationalmannschaft hat bewegte Tage hinter sich. In Paris und Hannover erlebte das Team von Jogi Löw die Macht des Terrors – hörbar und sichtbar. Philipp Lahm blieb davon verschont. Aber auch beim ehemaligen Captain der deutschen Elf haben die Tage des Terrors tiefe Spuren hinterlassen. «Ich war extrem erschüttert – und hatte dann auch gewisse Ängste. Vor allem, wenn man sich selbst in einer anderen Grossstadt aufhält, ist es, denke ich, normal, dass einen diese Gefühle überkommen», sagte Lahm gegenüber dem «Münchner Merkur», nachdem er am Wochenende von einem Familienausflug aus London zurückgekehrt war.

Für den 31-jährigen Bayern-Star ist klar. «Terroranschläge sind leider überall auf der Welt eine reale Gefahr. Ich finde das schlimm. Ich lebe mit den Ängsten. Denn ich gehe nicht durchs Leben und sage: Mir wird schon nichts passieren. Die Angst vor Terror gehört dazu.» Lahm will den Teufel nicht an die Wand malen, die Ereignisse in den vergangenen Tagen lassen aber auch für ihn als Fussballer nur einen Schluss zu: «Der Terror steht im Moment mit dem Fussball in Verbindung.»

Umgang mit der Furcht

Schon vor den Anschlägen in Paris war das Leben von Lahm in der Öffentlichkeit nicht frei von Sorgen. «Ich überlege mir seit längerem ganz bewusst, auf welche Veranstaltungen ich gehe», sagte Lahm. Auch auf dem Rasen begleite ihn phasenweise ein mulmiges Gefühl. «Ich laufe nicht im Stadion auf und habe Angst, dass etwas passiert. Aber ich denke komplett frei von Angst ist niemand.» Und trotzdem spricht sich Lahm dafür aus, sich dieser Furcht zu stellen. «Man kann sich nicht vor allem schützen, das wissen wir. Denn wenn ich so denken würde, dürfte ich im Leben ja eigentlich gar nichts mehr machen. Nicht mehr aus dem Haus gehen, nicht mehr auf die Strasse.»

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