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«Ich werde um Xhaka kämpfen»

Der Schweizer Olympia-Trainer Pierluigi Tami hat heute sein Aufgebot für die Spiele von London bekannt gegeben – mit einigen Überraschungen.

Diego Benaglio (Wolfsburg), Tor
Diego Benaglio (Wolfsburg), Tor
Keystone
Benjamin Siegrist (Aston Villa), Tor
Benjamin Siegrist (Aston Villa), Tor
Keystone
Pierluigi Tami, Trainer
Pierluigi Tami, Trainer
Keystone
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Ohne Xherdan Shaqiri und Yann Sommer, dafür mit Diego Benaglio, Valon Behrami und Granit Xhaka wird die Schweizer Auswahl am olympischen Fussball-Turnier in London antreten. Benaglio soll die Captain-Binde tragen.

Im weiteren kann Trainer Pierluigi Tami auch auf die Bundesliga-Verteidiger François Affolter (Bremen), Ricardo Rodriguez (Wolfsburg) und Timm Klose (Nürnberg) zählen. Klose gehört zusammen mit Torhüter Benaglio und Behrami zu jenen Spielern, die älter als 23 Jahre alt sind.

Im Haus des Fussball in Muri bei Bern präsentierte Tami sein 18-Mann-Kader, das am 26. Juli im Startspiel in Newcastle auf Gabun treffen wird. Die weiteren Gruppengegner der SFV-Auswahl sind Mexiko und Südkorea. Das einzige Testspiel wird die Mannschaft am 17. Juli gegen den Senegal bestreiten.

Mit FCB-Keeper Yann Sommer und Bayern Münchens Mittelfeldspieler Xherdan Shaqiri fehlen Tami wie erwartet zwei Spieler, die vor einem Jahr an der U21-Europameisterschaft in Dänemark massgeblichen Anteil an der Olympia-Qualifikation hatten. Die Schweiz erreichte damals den Final, den sie gegen Spanien 0:2 verlor. Spanien wird mit den drei Europameistern Jordi Alba, Juan Mata und Javi Martinez das olympische Turnier bestreiten.

Trainer Tami will unbedingt, dass Granit Xhaka an den Olympischen Spielen teilnimmt. Der Schlüsselspieler habe auch grosses Interesse signalisiert. Deshalb stehe er im Aufgebot, obwohl mit seinem Club Borussia Mönchengladbach noch nicht alles geregelt sei. «Ich werde alles versuchen, damit er dabei sein kann», betonte Tami. Er sei auch zu einem Kompromiss bereit. Das hiesse, dass Xhaka einen Teil der Vorbereitung mit den Gladbachern absolvieren kann. Borussia-Trainer Lucien Favre sei prinzipiell einverstanden gewesen, Xhaka abzustellen. Gestern habe er aber wieder Vorbehalte geäussert.

Im Fall Shaqiri präsentiere sich die Lage anders. «Ich habe oft mit Xherdan gesprochen und gespürt, dass er nach dem Wechsel zum FC Bayern andere Prioritäten hat. Er will seine Chance in München unbedingt nutzen. Ich denke es ist besser, einen voll motivierten Steven Zuber zu haben als ein Shaqiri, der den Kopf anderswo hat», erklärte Tami.

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