Zum Hauptinhalt springen

«Ich will an der WM auch Spass haben»

Stephan Lichtsteiner peilt ein genussvolles WM-Turnier an und will im Alltag die Komfortzone verlassen. Der SFV-Captain signalisiert mentale Frische.

«Wir haben eine hervorragende Qualifikation hinter uns und ein Top-Team zur Verfügung»: Stephan Lichtsteiner. (Archivbild)
«Wir haben eine hervorragende Qualifikation hinter uns und ein Top-Team zur Verfügung»: Stephan Lichtsteiner. (Archivbild)
Walter Bieri, Keystone
Der SFV-Captain verrät noch nichts über seine Zukunft. (Archivbild)
Der SFV-Captain verrät noch nichts über seine Zukunft. (Archivbild)
Gian Ehrenzeller, Keystone
«Die letzten zehn Jahre waren eine wichtige Lebenserfahrung, die geknüpften Freundschaften werden nicht abbrechen»: Lichtsteiner über seine Zeit bei Juventus.
«Die letzten zehn Jahre waren eine wichtige Lebenserfahrung, die geknüpften Freundschaften werden nicht abbrechen»: Lichtsteiner über seine Zeit bei Juventus.
Paul White, Keystone
1 / 4

Am vorletzten Samstag sagte Stephan Lichtsteiner in Turin nach über 300 Serie-A-Partien mit Lazio und Juventus endgültig Ciao. In Italien hat der Aussenverteidiger alles gewonnen, mit den Bianconeri beispiellose sieben Meistertrophäen in Serie. Den Süden Europas verlässt der 34-Jährige mit dem Status einer Calcio-Legende und vollumfänglich glücklich: «Die letzten zehn Jahre waren eine wichtige Lebenserfahrung, die geknüpften Freundschaften werden nicht abbrechen.»

Wo der bald 100-fache Nationalspieler seinen Weg nach «dieser unfassbaren Story» fortsetzt, dürfte in den kommenden Tagen geregelt sein. Zur Nachrichtenagentur sda sagt der zweifache Champions-League-Finalist: «Ich muss noch einmal aus der Komfortzone rauskommen und etwas Ultimatives erleben, etwas riskieren, den Kitzel spüren.» Nach Informationen der «BBC» hat Arsenal London dem Innerschweizer eine Vertragsofferte vorgelegt.

«Wir haben ein Top-Team»

Lichtsteiner kommentiert die kursierenden Transfer-Spekulationen selbstredend nicht; nach ein paar Ferientagen mit der Familie rückt für den Captain der Nationalmannschaft ab sofort seine fünfte Endrunde mit der SFV-Auswahl in den Fokus. Seine persönlichen Erwartungen vor dem WM-Turnier in Russland sind beträchtlich: «Wir haben eine hervorragende Qualifikation hinter uns und ein Top-Team zur Verfügung.»

Die Ausgangslage taxiert Lichtsteiner gleichwohl als schwierig: «Unsere Gegner Brasilien, Serbien und Costa Rica können unangenehm sein. Es wird eine grosse Challenge, die Gruppenphase zu überstehen.» Lichtsteiner ist überzeugt davon, dass die Spieler, die mit höchst unterschiedlichen Saisonbilanzen eingerückt sind, «sofort bereit sind».

Der siebenfache Scudetto-Gewinner wird die Winnermentalität vorleben und Leadership zeigen: «Das wird von mir erwartet, und diesen Siegeswillen bringe ich auch immer ein.» Aber er habe sich auch vorgenommen, «die WM ein Stück weit zu geniessen. Trotz Druck und Erwartungen muss man auch etwas mitnehmen, Spass haben. Wer weiss schon, wann wir das nächste Mal dabei sind?»

Im Gespräch mit der SDA macht der Juve-Star einen entspannten Eindruck. Nach einem «sehr strengen April» wurde er im Klub im letzten Monat vor dem Osteuropa-Trip nicht mehr allzu stark forciert. «Die Batterien sind wieder aufgeladen, die mentale Frische tut mir gut.»

si/chk

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch