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In der Seleçao kehrt ein eiserner Besen

Laurent Blanc sortierte bei Frankreich gleich die gesamte WM-Mannschaft aus. Brasiliens neuer Trainer Mano Menezes liess ebenfalls nur vier WM-Stars in seinem ersten Aufgebot.

Brasilianischer Hoffnungsträger: Mano Menezes überrascht mit seinem ersten Aufgebot für die Seleçao.
Brasilianischer Hoffnungsträger: Mano Menezes überrascht mit seinem ersten Aufgebot für die Seleçao.
Keystone

Brasiliens neuer Nationaltrainer Mano Menezes hat für seine Premiere im Testspiel am 10. August gegen die USA mit Daniel Alves, Ramires, Thiago Silva und Robinho nur vier WM-Teilnehmer aufgeboten. Menezes gehorcht dabei zwar auch den Zwängen der verlängerten Ferien zahlreicher WM-Spieler. Doch will der neue Selektionär des fünffachen Weltmeisters vermehrt auf Profis aus der heimischen Liga setzen. «Wie der neue Trainer mit schon mitteilte, werden in der Nationalmannschaft wieder verstärkt Spieler berücksichtigt, die in brasilianischen Klubs tätig sind», erklärte Ricardo Teixeira, der Präsident des brasilianischen Verbands CBF.

Im letzten WM-Kader der Seleçao hatten 20 Profis gestanden, die für einen europäischen Klub spielten. auf Legionäre wird aber auch Menezes nicht verzichten. Für den ersten Zusammenzug setzt der neue Nationaltrainer, von dem in vier Jahren an der Heim-WM nichts weniger als der Titel erwartet wird, auch vermehrt auf junge Spieler. Alexandre Pato von Milan, Rafael da Silva von Manchester United und der von zahlreichen europäischen Vereinen umworbene 18-jährige Neymar stehen in Menezes’ erstem Aufgebot.

Ohnehin hofft man in Brasilien, mit dem Trainerwechsel auch ein Veränderung der Philosophie bewirkt hat. Den Fussball, den Dunga spielen liess, mag man in Brasilien überhaupt nicht. Nüchterner Resultatfussball wird nur im Erfolgsfall ausnahmsweise geduldet. Die Seleçao schied aber an der WM in Südafrika – wie schon vier Jahre zuvor in Deutschland – im Viertelfinal mehr oder weniger sang- und klanglos aus.

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