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Ist er der kleine Messi-Fan im Plastiksack?

Der Junge im aus einem Plastiksack gebastelten Messi-Shirt lebt offenbar in Afghanistan.

Der kleine Murtaza lebt in Afghanistan und weiss inzwischen, dass er zu einer Art Internetberühmtheit geworden ist.
Der kleine Murtaza lebt in Afghanistan und weiss inzwischen, dass er zu einer Art Internetberühmtheit geworden ist.
Twitter, @joynaw5

Das Bild ging vor etwas mehr als einer Woche um die Welt: Ein kleiner Junge, von hinten aufgenommen, mit einem blau-weiss gestreiften Plastiksack über dem dunklen Wollpullover. Liebevoll bemalt mit dem Namen «Messi» und der magischen Nummer 10. Im Hintergrund eine karge, braune Umgebung.

Seither wurde fieberhaft nach dem Jungen gesucht. Menschen aus aller Welt wollten ihm ein echtes Messi-Shirt schenken. Ein grosser Twitter-Account behauptete gar, das Management des Barça-Stars selbst habe sich erkundigt, ob es einen Kontakt zu dem Buben gäbe.

Falschmeldung aus dem Irak

Zunächst kam die Meldung, es handle sich um einen Jungen aus der irakischen Stadt Dahuk, der TV-Sender Kurdistan 24 strahlte sogar einen Beitrag über einen Besuch bei ihm aus. Trotzdem gab es Stimmen, die zweifelten.

Jetzt meldet die BBC aber, der wahre Junge mit dem Messi-Plastiksack sei gefunden. Azim Ahmadi, ein in Australien lebender Afghane, sagt, sein fünfjähriger Neffe Murtaza sei der enthusiastische Messi-Fan, den die Welt gesucht hat. Und er hat Bilder veröffentlicht, die tatsächlich frappante Ähnlichkeit zum ersten Foto aufweisen, das die Suche erst losgetreten hat.

BBC konnte in der Folge mit Arif Ahmadi telefonieren, Murtazas Vater. Er erzählte, sein ältester Sohn Hamayon habe das Bild aufgenommen und auf seine Facebook-Seite gestellt. Die Familie lebe in der Ghazni-Provinz im Osten Afghanistans.

«Ich hoffe, wir können Messi treffen»

«Der Kleine liebt den Fussball und Messi wirklich sehr», sagte Vater Arif, «aber wir können es uns nicht leisten, ein echtes Leibchen zu kaufen, da ich bloss ein einfacher Bauer bin. Darum haben sich die Kinder dafür entschieden, Plastik zu benutzen.»

Murtaza wisse inzwischen, dass er zu einer Art Internetberühmtheit geworden sei, und sei entsprechend stolz. «Und», sagt der Vater, «er hofft, dass uns fremde Länder helfen, damit wir Messi treffen und in Zukunft ebenso gute Fussballer werden können, wie er einer ist.»

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