Jetzt degradiert Ronaldo sogar Messi zum Statisten

Der Portugiese und der Argentinier sind die besten Fussballer der Welt. Mit Ronaldos aktueller Pace kann der «Zauberzwerg» aber nicht mithalten.

Das gängigste Bild des Jahres: Cristiano Ronaldo beim Jubeln.

Das gängigste Bild des Jahres: Cristiano Ronaldo beim Jubeln. Bild: Keystone

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Real Madrids Vollblutstürmer Cristiano Ronaldo und Barcelonas Offensiv-Allrounder Lionel Messi schaukeln sich gegenseitig hoch. Sie treiben sich von Superlativ zu Superlativ, der eine scheint aus dem anderen immer noch undenkbarere Höchstleistungen zu kitzeln – sie sind die fussballerische Entsprechung von Roger Federer und Rafael Nadal. Seit einem Jahrzehnt sind sie für praktisch alle Fachleute die beiden besten Fussballer des Planeten und teilen sich folgerichtig auch die Auszeichnung des Weltfussballers des Jahres: Der Argentinier Messi gewann sie fünfmal, der Portugiese Ronaldo viermal.

Auch in der Königsklasse verzücken sie in regelmässigen Abständen mit ihren Sturmläufen, Pässen, aber vor allem auch mit ihren Toren. Seit Jahren ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Ende der Saison 2014/15 totalisierten beide 77 Treffer, nachdem sie im Verlaufe der Saison die vorherige Bestmarke von Raul Gonzalez (71) egalisiert und dann den einstigen Real-Madrid-Goalgetter stehen gelassen hatten.

Ein Jahr später führte Ronaldo nach einem Zwischenspurt 93:83, im vergangenen Herbst verkürzte Messi aber auf 93:95, vor allem auch dank Hattricks gegen Celtic und Manchester City.

Im neuen Kalenderjahr begann aber die grosse CR7-Show. Der Portugiese befindet sich in einer Überform und hat seit dem 5. Februar in allen Wettbewerben zusammen 18 Tore erzielt. Seine Glanzphase manifestiert sich auch in der Champions League: Alleine in den letzten drei Partien in den Viertelfinals gegen Bayern und nun am Dienstag im Hinspiel gegen Atlético totalisierte er acht Treffer. Mit dem Dreierpack am Dienstag hat er in der Hattrick-Bilanz gegen Messi auf 7:7 ausgeglichen.

103:94 lautet nun die aktuelle Bilanz, und bei Ronaldos Formstärke ist nicht davon auszugehen, dass es bis zum Saisonende bei diesem Total bleiben wird.

Ein detaillierter Blick auf die Statistik zeigt: Ronaldo hat in 29 Fällen doppelt oder häufiger getroffen, seine Tore kamen gegen Teams aus 15 Nationen zustande. Der persönliche Lieblingsgegner des Portugiesen ist Bayern, gegen die Münchner hat er neunmal getroffen, insgesamt kommt er gegen Bundesliga-Teams auf 23 Tore. Messi hat gegen Arsenal neunmal getroffen.

Auf Teams aus diesen Nationen verteilen sich die Treffer der beiden Megastars in der Champions League:

Ronaldo 103 (88 für Real, 15 für Manchester United): 1. Deutschland 23. 2. Italien 13. 3. England und Frankreich je 9. 5. Ukraine 8. 6. Holland 7. 7. Türkei und Schweden je 6. 9. Schweiz, Portugal und Spanien je 4. 12. Russland und Dänemark je 3. 14. Zypern und Bulgarien je 2.

Messi 94 (alle für Barcelona): 1. England 17. 2. Deutschland 16. 3. Italien 10. 4. Schottland 9. 5. Frankreich 7. 6. Holland 6. 7. Ukraine 5. 8. Griechenland und Russland je 4. 10. Dänemark, Tschechien und Zypern je 3. 13. Schweiz, Spanien und Bulgarien je 2. 16. Portugal 1.

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 03.05.2017, 12:17 Uhr

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