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Hamilton gewinnt den GP von Monaco

Der Weltmeister siegt dank einem taktischen Schachzug - und einem missratenen Boxenstopp des zweitplatzierten Daniel Ricciardo. Die beiden Sauber scheiden aus.

Jubel bei Hamilton: Der Brite gewinnt zum zweiten Mal den GP von Monaco.
Jubel bei Hamilton: Der Brite gewinnt zum zweiten Mal den GP von Monaco.
Claude Paris, Keystone
Daniel Ricciardo (links) muss sich nach einem verpatzten Boxenstopp mit dem zweiten Platz begnügen.
Daniel Ricciardo (links) muss sich nach einem verpatzten Boxenstopp mit dem zweiten Platz begnügen.
Lars Baron
Passende Startnummer: Für Lewis Hamilton ist es der 44. Sieg in der Formel 1.
Passende Startnummer: Für Lewis Hamilton ist es der 44. Sieg in der Formel 1.
Srdjan Suki
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Eine halbe Stunde vor Beginn des Grand Prix setzte im Fürstentum wieder der Regen ein. Der Entscheid der Rennleitung, den Start hinter dem Safety-Car auszuführen, war aus Sicherheitsgründen absolut nachvollziehbar. Die nasse Fahrbahn erschwerte die ohnehin schwierige Aufgabe in den Häuserschluchten Monte Carlos zusätzlich.

Nach sieben Runden hinter dem Führungswagen konnte das Rennen dann freigegeben werden - und der aus der Pole-Position gestartete Ricciardo im Red Bull setzte sich zusehends deutlicher von seinen Verfolgern ab. Nach zwölf Umgängen hatte sich der Australier bereits einen Vorsprung von rund 15 Sekunden erarbeitet. Die abtrocknende Piste gab dem Klassiker indessen einen neuen Charakter - beziehungsweise den Fahrern und ihren Technikern die Möglichkeit zu taktischen Varianten in Bezug auf die Reifenwechsel.

Missverständnis beim Boxenstopp

Hamilton entschied sich als einziger der Spitzenfahrer zum direkten Wechsel von den Regenreifen auf jene mit der Gummimischung "ultrasoft". Entsprechend lange setzte der Titelhalter seine Fahrt trotz stetig trockener werdender Strecke seine Fahrt mit dem ersten Reifensatz fort. Diese Taktik allein hätte Hamilton indessen nicht den Sieg gebracht. Er benötigte auch noch ungewollte gegnerische Schützenhilfe. Als Ricciardo seinen zweiten Stopp einlegte, war die Crew noch nicht bereit und mussten die Reifen erst von den Heizdecken befreit werden. Das kostete den Australier zusätzlich zehn Sekunden Standzeit, die Führung - und schliesslich auch den Sieg.

Hamilton, der im Vorjahr seinerseits den sicheren Sieg durch einen zusätzlichen Boxenstopp während einer Safety-Car-Phase aus den Händen gegeben hatte, hatte in seiner Wahlheimat schon 2008 triumphiert. Insgesamt feierte der mit der Nummer 44 auf dem Auto ausrückende Engländer seinen 44. Sieg in der Formel 1, seinen ersten nach seinem Triumph in den USA, mit dem er im vergangenen Oktober seinen dritten Titelgewinn perfekt gemacht hatte, und acht erfolglosen Versuchen.

Doppelausfall für Sauber

Hinter Ricciardo sicherte sich Sergio Perez im Force India Platz 3. Der Mexikaner schaffte es damit zum insgesamt sechsten Mal in der Formel 1 unter die ersten drei. Der in der WM führende Nico Rosberg musste sich wegen des nicht optimal funktionierenden Mercedes hinter Sebastian Vettel im Ferrari und Fernando Alonso im McLaren mit Rang 7 bescheiden. In der Gesamtwertung reduzierte sich Rosbergs Vorsprung auf den wieder zweitplatzierten Hamilton von 43 auf 24 Punkte.

Das Team Sauber hatte einen Doppelausfall zu beklagen. Dieser war allerdings hausgemacht. Felipe Nasr und Marcus Ericsson kamen sich nach zwei Dritteln der Distanz gegenseitig in die Quere und beschädigten sich die Autos derart stark, dass sowohl der Brasilianer als auch der Schwede zur Aufgabe gezwungen wurden. Nasr und Ericsson hatten zu jenem Zeitpunkt die Plätze 15 respektive 16 eingenommen. (sda)

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