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Kein Witz: Maskottchen droht Verfahren

Schalkes Maskottchen Erwin zeigt dem Schiedsrichter Rot und muss sich nun wohl vor dem Kontrollausschuss verantworten.

Lustig oder nicht? Erwins Aktion mit der Roten Karte stösst auf geteilte Meinungen.
Lustig oder nicht? Erwins Aktion mit der Roten Karte stösst auf geteilte Meinungen.
Reuters

Es klingt wie ein Aprilscherz und ist doch keiner: Das Schalker Maskottchen Erwin wird voraussichtlich vom DFB vorgeladen, weil es Schiedsrichter Felix Zwayer nach dem Derby gegen Schalke die Rote Karte zeigte. Zwayer jedenfalls kündigte einen Bericht über den skurrilen Vorfall an: «Das ist jetzt ein schwebendes Verfahren.»

«Es kann nicht sein, dass ein Maskottchen den Schiedsrichter im Stadion vorführt. Das ist ein Fall für den Kontrollausschuss», sagte der frühere Top-Referee Peter Gagelmann, der heute als Experte für den TV-Sender Sky arbeitet. Thorsten Kinhöfer, der Schiedsrichter-Experte der «Bild am Sonntag», findet: «Das Maskottchen stellt den Schiedsrichter vor allen Zuschauern bloss. Das geht gar nicht, da muss der Verein Konsequenzen ziehen. Solche Leute haben im Innenraum eines Stadions nichts zu suchen. Bei aller Emotionalität – so ein Verhalten ist von einem Vereinsvertreter nicht zu akzeptieren.»

Schalkes Manager Christian Heidel sieht das freilich ganz anders. «Hoffentlich wird Erwin vorgeladen. Wenn das bestraft wird, gehen wir in die mündliche Verhandlung. Dann erscheint Erwin im Kostüm vor Gericht», erklärte er. Im Fussball müsse man doch auch einfach mal lachen können. Referee Zwayer hatte den Zorn des Schalker Anhangs auf sich gezogen, weil er in der Nachspielzeit trotz eines Handspiels des Dortmunders Marc Barta im eigenen Strafraum keinen Elfmeter für die Gelsenkirchener pfiff.

Erwin heisst mit bürgerlichem Namen übrigens Holger Becker und betont, die Aktion mit der Roten Karte sei nicht böse gemeint gewesen. Zuvor hatte sich der 34-Jährige in seiner doch schon über zehnjährigen Karriere als Maskottchen noch nichts zuschulden kommen lassen.

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