Kreatives Krisenmanagement

Der FC Aarau dümpelt am Tabellenende und ist seit zwölf Spielen ohne Sieg. Sportchef Urs Bachmann sagt, wen er jetzt in die Pflicht nimmt.

Ein Trio hält zusammen: Aaraus Präsident Alfred Schmid (l.),  Trainer Sven Christ (M)und Sportchef Urs Bachmann (v.l.).

Ein Trio hält zusammen: Aaraus Präsident Alfred Schmid (l.), Trainer Sven Christ (M)und Sportchef Urs Bachmann (v.l.). Bild: Keystone

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Der FC Aarau greift in der Krise nicht zu den branchenüblichen Massnahmen und entfernt das schwächste Glied in der Kette. Er geht seinen eigenen, einen ungewöhnlichen Weg. Trainer Sven Christ wird auch am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen YB die Mannschaft betreuen. «Es gibt überhaupt keinen Grund, am Trainer zu zweifeln», sagt Sportchef Urs Bachmann. Die Mannschaft sei absolut intakt.

«Wir betreiben einen enormen Aufwand, erarbeiten uns viele Chancen und werden dafür einfach nicht belohnt», analysiert Bachmann die 0:2-Heimniederlage vom Sonntag gegen St. Gallen. Der Trainer sei deshalb nicht einmal im Ansatz ein Thema. Bachmann nimmt vielmehr die Mannschaft in die Pflicht, zu der er heute Morgen um 10 Uhr eindringlich gesprochen hat.

Sportchef nimmt Costanzo in die Pflicht

«Ich werde mir in dieser Woche einige Spieler zur Brust nehmen und Einzelgespräche führen. Ich bin mir nämlich nicht ganz sicher, ob sich jeder tatsächlich bewusst ist, wie dramatisch unsere Situation überhaupt ist.» Dazu dürfte auch der von YB ausgeliehene Mittelfeldspieler Moreno Costanzo gehören, der gegen St. Gallen einer der Schwächsten im Brügglifeld gewesen war.

Zudem hatte die Vereinsführung eine hervorragende Idee, wollte den ehemaligen Aarauer Torschützenkönig Petar Aleksandrov als Stürmertrainer verpflichten. Doch der FC St.Gallen, bei dem Aleksandrov zurzeit diese Tätigkeit in einem 60%-Pensum ausübt, gibt den Bulgaren nicht frei. «St.Gallen hat angefragt. Es wäre vielleicht möglich gewesen, wenn wir nicht in der gleichen Liga spielen würden, aber so leider nicht. Denn es tut mir unheimlich Leid, dass Aarau vor allem im Nutzen der Torchancen solche Probleme hat», sagt Aleksandrov gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet.

Erstellt: 10.03.2015, 10:13 Uhr

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