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Krieger Behrami ist ein Tackle-Monster

Valon Behrami belegt im 10-Jahres-Rating bei den gewonnenen Tackles Rang drei und ist im Schnitt sogar besser als der Spitzenreiter.

So martialisch sein Spitzname, so martialisch ist sein Auftreten auf dem Platz. Valon Behrami, genannt der Krieger, ist der Mann fürs Grobe. Obwohl sein Gegenüber keine Nachsicht erwarten sollte, steigt Behrami weder kopflos oder ungestüm in jeden Zweikampf. Wenn es um erfolgreiche Zweikämpfe geht, mischt der defensive Mittelfeldspieler in Europa ganz vorne mit.

Die Datencracks von Opta Sports haben sich durchs Archiv gekämpft und die gewonnenen Tacklings von Fussballern aus den fünf europäischen Topligen (England, Spanien, Deutschland, Frankreich, Italien) ausgewertet. Der analysierte Zeitraum erstreckt sich von der Saison 2008/09 bis heute. Ein gewonnener Tackle wird als solcher erfasst, wenn der Ball nach einem Zweikampf ins Aus geht, von einem Mitspieler berührt wird oder der angreifende Spieler gleich selber am Ball bleibt.

Die Schattenseite

Der 32-Jährige in Diensten von Udinese belegt im 10-Jahres-Rating zusammen mit Gabi von Atlético Madrid den dritten Platz. Beide verbuchen 736 gewonnene Tackles, wobei Behrami dafür weniger Spiele benötigte: 246 gegenüber 298 (siehe Bild unten). Der Schweizer weist einen Schnitt von 2,99 pro Spiel auf. Mit diesem Wert schlägt der Krieger (18’820 gespielte Minuten) sogar Spitzenreiter Arturo Vidal (22’547) vom FC Bayern München, der auf 865 gewonnene Zweikämpfe bei 296 (2,92) gespielten Partien kommt. Rang zwei ergattert sich Verteidiger Filipe Luís von Atlético. Mit Gelson Fernandes, der bei Eintracht Frankfurt im Moment nur eine Joker-Funktion ausübt, schaffte es ein zweiter Schweizer unter die besten 20. Mit genau 600 gewonnenen Tackles in 234 Partien belegt der 31-Jährige Rang 18.

So stolz Behrami auf seine Leistung sein kann, so hat sein sehr körperbetontes Spiel in Kombination mit dem ständigen Stop-and-go auch seine Schattenseite. Den Schwarm von Ski-Ass Lara Gut plagen oft Verletzungen. Angeschlagen muss er immer wieder Pausen einlegen, um seinem Körper Zeit für Regeneration zu bieten. Erst neulich vor dem zweiten Test gegen Panama musste Behrami das Team verlassen – der Körper machte einmal mehr nicht mit. Ob er am Samstag in der Partie gegen Atalanta Bergamo mit Remo Freuler auflaufen kann, wird sich weisen.

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