Lichtsteiner wechselt in die Premier League

Sieben Jahre bei Juventus Turin waren genug: Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft wechselt zu Arsenal.

Zehn Jahre in Italien, jetzt gehts nach England: Stephan Lichtsteiner, Captain der Schweizer Nationalmannschaft. (5. Juni 2018)

Zehn Jahre in Italien, jetzt gehts nach England: Stephan Lichtsteiner, Captain der Schweizer Nationalmannschaft. (5. Juni 2018) Bild: www.twitter.com

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Stephan Lichtsteiner wechselt nach zehnjährigem Engagement in Italien bei Juventus und Lazio zum FC Arsenal. Der Luzerner unterschreibt einen Einjahresvertrag mit Option auf eine weitere Saison.

Nach der statistisch schwächsten Kampagne seit 1996 tut sich im Londoner Bezirk Islington einiges. Arsène Wenger hat den Verein nach 22 Jahren verlassen. Unai Emery, ein dreifacher Europa-League-Sieger, zuletzt Meister mit PSG, aber trotzdem nicht mehr erwünscht, tritt die Nachfolge des französischen Maestros bei Arsenal an.

Lichtsteiner wird in der Garderobe bekannten Grössen begegnen. Granit Xhaka beispielsweise, der nach zwei guten Jahren bereits weit oben in der Hierarchie angelangt ist – oder Mesut Özil und dem dynamischen spanischen Rechtsaussen Héctor Bellerin. Es wird spannend sein, wie der Ex-Juventino seinen Status definiert – sein Palmarès ist eindrücklich: 17 Trophäen hat Lichtsteiner gewonnen, am Freitag im letzten WM-Test gegen Japan steht sein 100. Länderspiel an.

«Den Kitzel spüren»

«Ich muss nochmals aus der Komfortzone rauskommen und etwas Ultimatives erleben, etwas riskieren, den Kitzel spüren.» Was Lichtsteiner letzte Woche in einem Gespräch mit der SDA andeutete, hat Formen angenommen. Der 34-Jährige wird seine brillante Karriere in London um eine anspruchsvolle Aufgabe erweitern.

London statt Turin, der FA-Cup-Rekordsieger statt der italienische Rekordmeister. Nach sieben Jahren an der Serie-A-Spitze stellt sich der robuste Aussenverteidiger in der Liga mit den weltweit wohl besten Top-6-Klubs der nächsten Herausforderung. Mit seiner Mentalität, mit seinem nahezu beispiellosen Ehrgeiz wird er dem eher spielerisch veranlagten, in der Rückwärtsbewegung teilweise etwas fragilen Ensemble guttun.

Im richtigen Moment

Lichtsteiner definiert den Wechsel als «grosse Challenge in einem grossartigen Moment». Es gehe um ein Projekt, den Londoner Verein wieder in die Champions League zu führen. Nach 19 Teilnahmen in Serie verpassten die Gunners in diesem Frühling die Qualifikation für den wichtigsten europäischen Clubwettbewerb zum zweiten Mal in Folge.

Die Ausgangslage sei durchaus vergleichbar mit jener von Turin im Sommer 2011: «Juventus hatte die Qualifikation für die Champions League damals auch zweimal nicht geschafft.» Er hoffe, «eine Menge Erfahrung und Mentalität» einbringen zu können, so Lichtsteiner gegenüber dem klubeigenen Online-Portal.

Mit seinem Transfer ins sportlich höchstmögliche Segment sandte der Innerschweizer auch als Captain des Nationalteams ein deutliches Signal an die jüngeren Konkurrenten. Spätestens seit der Unterschrift bei Arsenal steht ausser Zweifel: Lichtsteiner peilt durchaus eine sechste Turnierteilnahme mit der SFV-Auswahl an.

(sda)

Erstellt: 05.06.2018, 15:09 Uhr

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