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Chaos in Biel: Jetzt greift die Liga durch

Ein Traditionsclub am Ende: Der FC Biel wird per sofort ausgeschlossen, seine Rückrunde gestrichen.

Ritt den Club ins Verderben: Präsident Carlo Häfeli.
Ritt den Club ins Verderben: Präsident Carlo Häfeli.
Keystone

Acht Punktabzüge, gegen 2,5 Millionen Franken Schulden, ein Streik der Spieler, bereits zwei Forfaitniederlagen – das war genug für die Swiss Football League. Mit einer Erklärung am Mittwochmittag teilt die Disziplinarkomission (DK) mit, dass sie dem Challenge-League-Club FC Biel per sofort die Lizenz entzieht. Der Club habe es wiederholt unterlassen, der Informationspflicht nachzukommen, schreibt das Gremium.

Weiter schreibt die DK: «Es ist offensichtlich, dass der FC Biel die finanziell schwierige Situation bis heute nicht verbessern konnte.» Und: «Der Club hat bis heute keine zuverlässigen Informationen betreffend ihrer effektiven finanziellen Situation offenbart.» Der Entscheid kann innert fünf Tagen angefochten werden.

Wie entscheiden die Investoren?

Wie im Reglement des Spielbetriebs vorgesehen, werden sämtliche Ergebnisse des FC Biel in der Rückrunde gestrichen und ohne Punkte mit 0:0 gewertet. Somit wird das Team die Saison mit nur 18 Spielen als Tabellenletzter beenden – mit insgesamt nur 16 Punkten.

Noch am Dienstag hatte Clubchef Carlo Häfeli vom Konkursrichter eine Verschnaufpause erhalten. Das Gericht gab ihm zwei Monate Zeit, um im Rahmen einer Nachlassstundung neue Geldgeber zu finden. Nun folgte mit diesem von der sportlichen Instanz gefällten Entscheid jedoch aller Voraussicht nach der Todesstoss für den Traditionsclub. Es droht der Abstieg in die 2. Liga. Ob die Investoren angesichts dessen an ihrem Plan festhalten, zwei bis drei Millionen Franken einzuschiessen, erscheint angesichts dieser Entwicklung mehr als fraglich.

Der Bieler Stadtpräsident Erich Fehr reagiert gefasst auf den Lizenzentzug des FC Biel. Wichtig sei für ihn, dass die Posse um den Klub möglichst rasch ein Ende finde und der Neuanfang beginnen könne, sagte Fehr am Mittwoch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

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