Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

Constantin: «Die Liga wollte Krieg, den haben sie nun»

Der Angegriffene: TV-Experte Rolf Fringer. (Archivbild)
Der Angreifer: Präsident des FC Sion, Christian Constantin. (16. September 2017)
Der FC-Sion-Präsident reicht nach den Schlägen sogar noch Klage gegen Fussball-Experte Rolf Fringer ein: Constantin im Stadion Juan-Antonio-Samaranch in Lausanne. (16. September 2017)
1 / 3
Eine dunkle Stunde im Schweizer Fussball. Am 7. Oktober 1989 trifft Sion auf Wettingen, bis kurz vor Schluss führen die Walliser 1:0. Dann folgt ein Pfiff, der die Karrieren von einigen Spielern und Schiedsrichter Bruno Klötzli verändern sollte. Denn nach einem Abschluss des Wettingers Martin Rueda pfeift Klötzli das Spiel ab – als der Ball noch in der Luft ist. Im Normalfall nicht weiter schlimm, ist das für die Wettinger eine Tragödie. Der Ball landet nach dem Schlusspfiff nämlich im Tor der Sittener. Die Spieler von Wettingen können sich kaum mehr zurückhalten, sie sprinten Klötzli nach, der sich in die Kabine retten kann. Später gibt er zu Protokoll: «Wenn ich gestolpert wäre, wäre ich mit Sicherheit im Krankenhaus gelandet.» Die darauffolgenden Sperren haben es in sich: Die vier Spieler Martin Frei, Alex Germann, Reto Baumgartner und Roger Kundert werden mehrere Monate gesperrt und zu Geldstrafen bis zu 20'000 Franken verurteilt.
Dass er in dieser Liste auftaucht, überrascht nicht: Christian Constantin. Das Vergehen gegen den Teleclub-Experten Rolf Fringer ist nämlich nicht sein erstes. Im Dezember 2004 attackiert CC nach dem Challenge-League-Spiel in Kriens den Schiedsrichter Markus von Känel und dessen Assistenten. Grund: Der Schiedsrichter schickt zuerst Sion-Trainer Gilbert Gress und dann auch noch Constantin selbst auf die Tribüne. Der Penaltypfiff für Kriens in der Nachspielzeit ist dann zu viel für den Präsidenten. Im Kabinengang kommt es zum Handgemenge. Constantin wird vier Monate gesperrt und muss 5000 Franken zahlen.
Heftige Szenen ereigneten sich im April in Genf. Nach dem verlorenen Basketball-Cupfinal gegen die Genève Lions konnten einige Spieler und Funktionäre des BBC Monthey ihre Emotionen nicht bändigen. Die Quittung: Der Einzelrichter des Verbandes sprach neben Geldbussen von 250 bis 1000 Franken 41 Sperren aus, alle gegen die Walliser.Die Bestraften waren Trainer Niksa Bavcevic (Bild, 8 Sperren), sein Assistent Nathan Zana (5), die amerikanischen Spieler Humphrey Markel (7) und Brandon Young (6), dazu Clubpräsident Christophe Grau (10) und sein Vize, Christophe Roessli (5). Im Zentrum des Zorns der Walliser waren die Schiedsrichter gestanden, die sich üble Beleidigungen anhören mussten. Zudem stürmten Markel und Young in ihre Garderobe, wo sie ihnen ihre Silbermedaillen nachwarfen. Valentin Wegmann, Wettkampfchef des Verbandes, sagte, er habe in seinen 20 Jahren als Spieler und Funktionär im Schweizer  Basketball keine vergleichbaren Aggressionen erlebt.
1 / 9