Ljungberg möchte Arsenals Zukunft werden

Vor seinem ersten Heimspiel als Interimstrainer von Arsenal holt sich Freddie Ljungberg Rat beim langjährigen Coach Arsène Wenger.

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Vorwärts soll es gehen. Bei Arsenal weht dank Freddie Ljungberg ein frischer Wind an der Seitenlinie. Der Schwede hat die Mannschaft als Interimstrainer übernommen, nachdem Unai Emery letzten Freitag entlassen worden war und stellte in seinem ersten Interview klar: «Ich mag unterhaltsamen Fussball.» Obwohl sein Einstand mit dem 2:2 bei Aufsteiger Norwich nicht wunschgemäss gelang, wirkte Ljungberg nach dem Spiel positiv und voller Tatendrang. «In der Offensive haben wir gut gespielt», sagte er nach der Partie.

Mittlerweile ist aber klar, dass unter dem 42-Jährigen, der bereits Teil von Emerys Trainerstab war, bei Arsenal nicht alles neu werden wird. Er hat angekündigt, vor seinem ersten Heimspiel am Donnerstagabend bei jemandem Rat zu suchen, der bei Arsenal eine sehr lange Vergangenheit hat: Arsène Wenger.

«Ich möchte sehr gerne mit ihm sprechen», sagt Ljungberg. «Er war 22 Jahre lang Trainer hier und hat deshalb sehr viel Erfahrung. Wahrscheinlich gibt es einige Dinge, die er wichtig findet und mit mir teilen kann. Er kann mich so zu einem besseren Trainer machen.»

Auch von Eriksson holt er sich Tipps

Ljungberg und Wenger verbindet viel. Der Franzose verpflichtete den Mittelfeldspieler 1998 als 21-Jährigen vom südschwedischen Club Halmstad für 3 Millionen Pfund. Ljungberg blieb den Gunners zehn Jahre lang treu, absolvierte 216 Spiele unter Wenger und wurde zu einer Clublegende. Nach seiner Karriere als Spieler, während Wenger immer noch Arsenal-Trainer war, coachte er Juniorenteams der Gunners.

Wenger reagierte umgehend auf Ljungbergs Aussagen und sagte gegenüber Sky Sports: «Ich freue mich immer, meinem ehemaligen Club und ehemaligen Spielern von mir zu helfen. Wenn er dieses Bedürfnis hat, stehe ich natürlich zur Verfügung.» Der 70-Jährige führte aus: «Mein Herz ist immer noch bei diesem Verein und ich möchte, dass er Erfolg hat. Freddie ist unglaublich engagiert, er wollte diesen Job seit langem. Jetzt hat er die Chance.» Wengers Antwort endete mit einem Appell an die Arsenal-Fans: «Lassen wir ihn seine Ideen implementieren und unterstützen ihn.»

Auch von Landsmann Sven-Göran Eriksson möchte sich der junge Trainer Rat holen. «Sven ist intelligent. Ich sprach häufig mit ihm, als er Englands Nationaltrainer war, weil er sich viele unserer Spiele anschaute.» Er habe sich auch Trainingsmethoden von Eriksson abgeschaut: «Ich habe einige seiner Ideen ein wenig geklaut. Er ist ein grossartiger Trainer.»

»Kann Ljungberg Arsenal in die Zukunft führen?

«Von nun an soll es vorwärts gehen», sagt Ljungberg. Für ihn, der bei Arsenal sowohl Vergangenheit wie auch Gegenwart verkörpert, wird entscheidend sein, wie er diese zwei Rollen ausbalanciert. Ljungberg wird sich davor hüten, zu stark auf Arsenals erfolgreiche Vergangenheit mit ihm als Spieler hinzuweisen und von seinem Status als Clublegende zu zehren, wie dies Ole Gunnar Solskjaer bei Manchester United tut. Viel mehr möchte er sich durch seinen jetzigen Job als Interimstrainer dafür empfehlen, auch das Gesicht der Zukunft von Arsenal zu sein: als Cheftrainer. Das Heimspiel gegen Brighton am Donnerstagabend bietet die erste Möglichkeit dazu.


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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Erstellt: 05.12.2019, 08:51 Uhr

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