Luka Modric erstmals Weltfussballer

Der 33-jährige Kroate gewinnt die Wahl vor Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah.

Setze sich gegen Cristiano Ronaldo und Mohamed Salah durch: Luka Modric. (Video: Tamedia/SNTV via AP)

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Erstmals seit 2007 heisst der Weltfussballer des Jahres weder Cristiano Ronaldo noch Lionel Messi. Ausgezeichnet wurde in London der Kroate Luka Modric, der sich bei der finalen Wahl gegen Ronaldo und den Ägypter Mohamed Salah durchsetzte.

Luka Modric hatte es - wie auch Salah - erstmals in die Top 3 geschafft, unter denen der beste Fussballer jeweils gewählt wird. Aus dieser Position reichte es dem 33-Jährigen gleich zu Platz 1. Modric, gross geworden in seiner Heimat bei Zadar, wechselte 2008 von Dinamo Zagreb zu Tottenham Hotspur, ehe er vier Jahre später den Transfer ins Starensemble von Real Madrid vollziehen konnte. Dort entwickelte sich der nur 1,72 m grosse Mittelfeld-Regisseur zu einer der wertvollsten Stützen.

Modric gewann an der Seite von Ronaldo im Frühjahr mit Real Madrid die Champions League, führte Kroatien bei der WM in Russland - als offiziell bester Spieler - bis in den Final und wurde erst kürzlich als Europas Fussballer des Jahres ausgezeichnet.

Bildstrecke: Die besten Bilder der Gala in London

In welche Richtung die Würfel gefallen waren, hatte sich schon vor der Gala abgezeichnet. Cristiano Ronaldo blieb dem Anlass in London fern, was am Nachmittag vor der Wahl bekannt wurde. Begründet wurde dies seitens von Juventus Turin mit dem vollen Terminplan des Superstars. Schon Ende August hatte Ronaldo bei der Ehrung von Europas Fussballer des Jahres durch Abwesenheit geglänzt. Nachdem er erfahren hatte, dass Modric die Wahl gewonnen hatte, verzichtete er ebenso kurzfristig auf die Reise nach Monaco wie nun auf jene nach London. Gleiches tat er in der Vergangenheit auch schon, wenn er von seinem langjährigen Rivalen Lionel Messi in den 2. Rang verwiesen wurde.

Aus dem französischen Weltmeister-Team stand kein Spieler in der engsten Auswahl zum Weltfussballer, mit Didier Deschamps durfte aber der Coach die Auszeichnung als bester Trainer entgegen nehmen. Er setzte sich gegen Real Madrids Zinédine Zidane, den letztjährigen Gewinner, und Kroatiens Nationaltrainer Zlatko Dalic durch.

Als bester Goalie geehrt wurde Belgiens Thibaut Courtois, der auf diese Saison von Chelsea zu Real Madrid gewechselt hat. Spielerin des Jahres wurde die Brasilianerin Marta. (sda)

Erstellt: 24.09.2018, 13:43 Uhr

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