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«Mache der Mannschaft keinen Vorwurf»

Die Young Boys sind nach dem Out in Belgrad geknickt. Das zeigen die Reaktionen der Beteiligten. Für Sportchef Spycher steht das Finanzielle nicht im Vordergrund.

Moritz Marthaler, Belgrad
Aus der Traum von der Champions League: YB scheitert im Playoff an Roter Stern Belgrad. Ein 1:1 im Rückspiel reicht nicht für den Einzug in die Königsklasse.
Aus der Traum von der Champions League: YB scheitert im Playoff an Roter Stern Belgrad. Ein 1:1 im Rückspiel reicht nicht für den Einzug in die Königsklasse.
Keystone
YB-Trainer Seoane nimmt im Vergleich zum 2:2 im Hinspiel zwei Änderungen in der Startformation vor. Sörensen und Janko spielen von Anfang an, Garcia und Martins schauen zu.
YB-Trainer Seoane nimmt im Vergleich zum 2:2 im Hinspiel zwei Änderungen in der Startformation vor. Sörensen und Janko spielen von Anfang an, Garcia und Martins schauen zu.
Claudio de Capitani/freshfocus
YB behält von Anfang an kühlen Kopf und kommt gut ins Spiel. Doch die grossen Chancen bleiben zu Beginn auf beiden Seiten aus.
YB behält von Anfang an kühlen Kopf und kommt gut ins Spiel. Doch die grossen Chancen bleiben zu Beginn auf beiden Seiten aus.
EPA/ANDREJ CUKIC
Wann immer Roter Stern in der ersten Hälfte gefährlich aufkommt, ist die YB-Abwehr gewappnet.
Wann immer Roter Stern in der ersten Hälfte gefährlich aufkommt, ist die YB-Abwehr gewappnet.
EPA/ANDREJ CUKIC
Obwohl YB das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert, tigert Trainer Seoane angespannt an der Seitenlinie umher. Immer wieder gibt er seiner Mannschaft Anweisungen.
Obwohl YB das Spiel in der ersten Halbzeit kontrolliert, tigert Trainer Seoane angespannt an der Seitenlinie umher. Immer wieder gibt er seiner Mannschaft Anweisungen.
EPA/ANDREJ CUKIC
0:0 nach 45 Minuten! YB ist gut im Spiel und lässt nicht viel zu. Aber nach dem 2:2 im Hinspiel ist klar: Die Young Boys brauchen mindestens ein Tor für den Einzug in die Champions League.
0:0 nach 45 Minuten! YB ist gut im Spiel und lässt nicht viel zu. Aber nach dem 2:2 im Hinspiel ist klar: Die Young Boys brauchen mindestens ein Tor für den Einzug in die Champions League.
EPA/ANDREJ CUKIC
Bitter für die Berner: Roter Stern geht gegen den Spielverlauf in Führung. Vukanovic köpft nach 59 Minuten wuchtig zum 1:0 ein.
Bitter für die Berner: Roter Stern geht gegen den Spielverlauf in Führung. Vukanovic köpft nach 59 Minuten wuchtig zum 1:0 ein.
Claudio de Capitani/freshfocus
Nach dem unglücklichen Gegentor wirft YB alles nach vorne. Zwei Tore braucht es, um in die Königsklasse einzuziehen.
Nach dem unglücklichen Gegentor wirft YB alles nach vorne. Zwei Tore braucht es, um in die Königsklasse einzuziehen.
Keystone
Tatsächlich ist Belgrad-Goalie Borjan in der 82. Minute bezwungen. Jankos Schuss wird unhaltbar von Nabouhane ins eigene Tor abgelenkt.
Tatsächlich ist Belgrad-Goalie Borjan in der 82. Minute bezwungen. Jankos Schuss wird unhaltbar von Nabouhane ins eigene Tor abgelenkt.
Keystone
YB will das zweite Tor erzwingen, aber es fällt nicht mehr. Auch Edeljoker Hoarau schiesst YB nicht in die Königsklasse.
YB will das zweite Tor erzwingen, aber es fällt nicht mehr. Auch Edeljoker Hoarau schiesst YB nicht in die Königsklasse.
Keystone
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Die ersten Böller liessen nicht lange auf sich warten, in dieser lauen Belgrader Nacht. Und für die Young Boys war Knall auf Fall alles vorbei. So nah waren sie dran gewesen an der Champions League, ein Tor in der Schlussphase bei Roter Stern, dieses 2:1, hätte ihnen gereicht. Gefallen ist es nicht, stattdessen 1:1, zweimal Unentschieden gegen die Serben, Europa statt Champions League.

Die Highlights vom 1:1 in Belgrad im Video. (Video: Teleclub)

«Wir sind enttäuscht, klar», sagte Sportchef Christoph Spycher, einer der ersten, die nach dem Ausscheiden redeten. «Aber leistungsmässig mache ich dieser Mannschaft keinen Vorwurf.» Zweimal sei YB dem Gegner «mindestens ebenbürtig» gewesen, zweimal aber reichte halt eine gute Halbzeit auch nicht zu einem Sieg. YB verpasst jetzt Einnahmen von bis zu 30 Millionen Franken, bis zu 10 Millionen könnten es in der Europa League sein. «Das Finanzielle steht jetzt nicht im Vordergrund», sagte Spycher, «ich hätte es einfach den Spielern so sehr gegönnt.»

Die guten Dinge aus den Spielen mitnehmen

YB-Trainer Gerardo Seoane überraschte mit seiner Aufstellung. Hinten verteidigte eine Dreierkette, mit dem jungen, im Hinspiel bereits anfälligen Cédric Zesiger und dem neuen Dänen Frederik Sörensen. «Das ist sehr schade», sagte Sörensen, «denn wir hatten den Gegner lange unter Kontrolle.» Und Goalie David von Ballmoos, der beim YB-Freistoss in der Nachspielzeit Schütze Miralem Sulejmani persönlich motivierte, meinte: «Vielleicht können wir mit Distanz die guten Dinge an den zwei Spielen sehen. Aber jetzt gerade ist das schon sehr bitter.»

«Das war eine grosse Chance für den Club», sagte Vincent Sierro, der keine gute Partie zeigte. Auch er musste das Feld für die YB-Schlussoffensive räumen. Guillaume Hoarau und Miralem Sulejmani kamen. Aber am Ende gingen die Böller fürs Heimteam hoch.

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