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Margairaz geht nach 0:4 gegen GC auf Constantin los

GC schlägt den desolaten FC Sion auswärts 4:0. Der Sittener Margairaz will nach dem Schlusspfiff seinem Präsidenten an den Kragen. Die Fans skandieren den Namen des Spielers.

Ausser sich vor Wut: Margairaz geht nach dem Schlusspfiff auf Sion-Präsident Constantin los, Co-Trainer Moulin kann ihn gerade noch zurückhalten.
Ausser sich vor Wut: Margairaz geht nach dem Schlusspfiff auf Sion-Präsident Constantin los, Co-Trainer Moulin kann ihn gerade noch zurückhalten.
Reuters
Das 1:0 für GC: Gashi steigt höher als Vanczak und überwindet Sions Goalie Vanins per Kopfball.
Das 1:0 für GC: Gashi steigt höher als Vanczak und überwindet Sions Goalie Vanins per Kopfball.
Reuters
Zerknirscht: Der Sittener Alleinherrscher Constantin.
Zerknirscht: Der Sittener Alleinherrscher Constantin.
Keystone
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Nach dem Schlusspfiff kam es in Sitten zum Eklat. Xavier Margairaz stürmte auf die Tribüne und wollte Präsident Christian Constantin an den Kragen. Sions Co-Trainer Christophe Moulin konnte den wütenden Spieler gerade noch zurückhalten. Margairaz' Teamkollege Gelson Fernandes wurde vom Teleclub-Reporter mit der Szene konfrontiert und sagte: «Ich weiss nicht, was Margairaz wollte. Wir müssen reden, das ist schon komisch.» Die Fans stehen offenbar hinter Margairaz. Sie skandierten seinen Namen, als er auf den Rasen zurückkehrte.

So aussergwöhnlich Margairaz' Auftritt nach dem Schlusspfiff war, so schwach präsentierte sich die Sittener Mannschaft gegen GC auf dem Rasen. Wohlwollend kann man sagen, in der Startviertelstunde sei eine positive Reaktion der Mannschaft auf die drastischen Massnahmen von Constantin – die Degradierung von sieben Spielern und den Austausch des Trainers –- zu spüren gewesen. Doch als das Resultat in die falsche Richtung zeigte, nach dem Zürcher Doppelschlag (25./32.) nämlich, bäumte sich das Team nicht mehr auf. Die einzige Chance der zweiten Halbzeit hatten die Walliser in der 89. Minute durch Ndjeng. Am Ende bezogen sie mit dem 0:4 die höchste Heimniederlage seit Ende August 2011.

GC-Trainer Uli Forte wird sich nun fragen, weshalb er sorgenvoll ins Wallis gereist war und den FC Sion gefürchtet hatte. Die Walliser waren für die selbst ebenfalls keineswegs formstarken Zürcher vier Tage vor dem Cupfinal und eine Woche nach den Niederlagen gegen YB (0:4) und den FCZ (0:1) der bestmögliche Aufbaugegner. Endlich durfte GC wieder offensive Akzente setzen. Vier Tore waren dem Tabellenzweiten in dieser Saison erst einmal gelungen. Steven Zuber zum Beispiel konnte sogar seinen ersten Treffer seit vergangenem Oktober realisieren (2:0/32.). Und auch der von Thun im Winter für viel Geld übernommene Anatole Ngamukol traf erstmals seit neun Spielen wieder (3:0/64.).

Sion - Grasshoppers 0:4 (0:2)

Tourbillon, 6800 Zuschauer (Saisonminusrekord). - SR Klossner. - Tore: 25. Gashi (Feltscher) 0:1. 32. Zuber (Gashi) 0:2. 64. Ngamukol (Zuber) 0:3. 91. Brahimi (Ben Khalifa) 0:4.

Sion:Vanins; Kololli, Vanczak, Aislan, Marques; Gelson, Fedele (75. Margairaz); Basha, Darragi (46. Crettenand), Melo (46. Lafferty); Ndjeng.

Grasshoppers: Bürki; Bauer, Michael Lang, Vilotic, Rocha; Abrashi, Toko; Feltscher, Gashi (60. Ben Khalifa), Zuber (76. Coulibaly); Ngamukol (72. Brahimi).

Bemerkungen:Sion ohne Gattuso und Adao (beide verletzt) sowie Bühler, Dingsdag, Regazzoni, Mrdja, Sauthier, Yoda (intern suspendiert), Adailton und Léo (nicht im Aufgebot), Grasshoppers ohne Grichting und Taulant Xhaka (beide gesperrt) sowie Pavlovic (verletzt). Super-League-Debüt von Fedele. Verwarnungen: 22. Aislan (Reklamieren). 54. Vanczak (Foul). 66. Ben Khalifa (Foul). 82. Margairaz (Foul).

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