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Marseille und die Erinnerung an ein 0:4

Wenn am Dienstag die 17. Saison der Champions League beginnt, steht die Partie Marseille - Liverpool im Fokus. Die beiden Teams standen sich schon vor Jahresfrist in der Gruppenphase gegenüber.

Die Engländer stiessen dank des 4:0 in Marseille in die Achtelfinals vor. Man sei damals zu naiv gewesen, sei kopflos in den Kampf und ins Verderben gerannt, erinnert sich Marseilles Stürmer Mamadou Niang. An jenem Dezember-Abend führte Liverpool nach elf Minuten 2:0 und deklassierte Marseille letztlich im Stade Vélodrome mit vier Toren. «Vergesst dieses Spiel und denkt an den 1:0-Sieg an der Anfield Road», sprach Präsident Pape Diouf seinen Spielern Mut zu.

Dabei ist das Selbstvertrauen in der Cité Phocéenne derzeit genügend gross, um an die Stärken der Gegenwart zu glauben. Für einmal ist Marseille nämlich gut aus den Startblöcken gekommen. Die Stürmer und Dränger aus der Hafenstadt sind ungeschlagen nur zwei Punkte hinter Leader und Meister Olympique Lyon klassiert. Einen Härtetest bestand die Equipe am Samstag beim 1:1 bei Champions-League-Teilnehmer und Titelaspirant Bordeaux.

Auch Liverpool ist schlagbar

«Es gibt keinen Grund, vor Liverpool Angst zu haben», sagte Mathieu Valbuena, vor einem Jahr Torschütze beim Auswärtssieg in England. Wenn es ihnen gelinge, die Schnelligkeit auszuspielen, hätten sie gute Chancen auf ein positives Resultat, so der zuletzt lange Zeit verletzte Mittelfeldspieler. Womöglich wären die Franzosen auch mit einem Remis zufrieden, denn «Liverpool ist in unserer Gruppe leichter Favorit» (Valbuena). Die Gruppe D ist auf dem Papier die ausgeglichenste. Ihr gehören noch Atletico Madrid und der PSV Eindhoven an. Sie ist neben der Gruppe F die einzige mit drei Mannschaften aus den grossen fünf Ligen.

In Marseille sind sie sicher, vor Liverpool keine Angst haben zu müssen. In Liverpool fühlen sie sich seit Samstag ohnehin ganz gross. Schliesslich ist man seit dem Erfolg gegen Manchester United Champions-League-Sieger-Besieger. «Wir hätten keinen besseren Schub für unser Selbstvertrauen verlangen können als einen Sieg gegen das beste Team der Welt», sagte Coach Rafael Benitez. In Marseille wird er Fernando Torres und Steven Gerrard wieder in die Startformation nominieren können.

Barcelona unter Druck

Aus Schweizer Optik interessiert neben dem Basler Auftritt gegen Schachtjor Donezk das andere Spiel der Gruppe C zwischen dem FC Barcelona und Sporting Lissabon. Die Spanier sind so schlecht in die heimische Liga gestartet wie seit 35 Jahren nicht mehr. In den ersten zwei Runden gab es nur einen Punkt. Am Samstag holte «Barça» zuhause gegen Santander lediglich ein 1:1. Dennoch sieht Coach Josep Guardiola sein Team auf dem richtigen Weg. «Wir müssen am Dienstag gegen Sporting vieles gleich machen. Wir haben viele Chancen gehabt. Ich kann der Mannschaft nicht viel vorwerfen.»

Probleme gab es jedoch mit der Effizienz. Daher dürfte nun Thierry Henry wieder ins Team rücken. Der Franzose hatte allerdings vor zwei Wochen beim Saisonstart gegen Aufsteiger Numancia (0:1) schwach gespielt. So fiel das einzige Tor in den letzten drei Partien gegen Santander durch den eingewechselten Lionel Messi mittels Foulpenalty. Der Argentinier wird wie Andres Iniesta gegen Sporting von Beginn weg dabei sein.

si/jr

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