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Mit einem Erfolgserlebnis nach Brasilien

Die Schweiz gewinnt in Luzern auch den zweiten Test innert vier Tagen. Stephan Lichtsteiner und Xherdan Shaqiri schossen die späten Tore zum 2:0 gegen Peru.

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Spätes Glück: Joker Xherdan Shaqiri erzielt nach einem langen Zuspiel von Gökhan Inler auf coole Weise das 2:0 gegen Peru in Luzern.
Spätes Glück: Joker Xherdan Shaqiri erzielt nach einem langen Zuspiel von Gökhan Inler auf coole Weise das 2:0 gegen Peru in Luzern.
Keystone
Die Erleichterung nach dem Führungstreffer bei den Schweizern ist gross, denn...
Die Erleichterung nach dem Führungstreffer bei den Schweizern ist gross, denn...
Keystone
...zuvor haben sich die Gastgeber bei ihrem letzten WM-Test gegen die teilweise harten Peruaner die Zähne ausgebissen.
...zuvor haben sich die Gastgeber bei ihrem letzten WM-Test gegen die teilweise harten Peruaner die Zähne ausgebissen.
Keystone
Lichtsteiner gehört einmal zu den Aktivposten im Schweizer Team. Der Juve-Profi hat sich den Treffer zum 1:0 mehr als verdient.
Lichtsteiner gehört einmal zu den Aktivposten im Schweizer Team. Der Juve-Profi hat sich den Treffer zum 1:0 mehr als verdient.
Keystone
Nicht immer spielt die Schweiz mit so viel Elan wie Rodriguez in dieser Szene. Den meisten Spielern fehlt nach einem harten Camp die Schnelligkeit.
Nicht immer spielt die Schweiz mit so viel Elan wie Rodriguez in dieser Szene. Den meisten Spielern fehlt nach einem harten Camp die Schnelligkeit.
Keystone
Auch Valentin Stocker missrät vieles an diesem Abend gegen die defensiv eingestellten Peruaner.
Auch Valentin Stocker missrät vieles an diesem Abend gegen die defensiv eingestellten Peruaner.
Keystone
Für viel Musik und Stimmung sorgen die Fans im...
Für viel Musik und Stimmung sorgen die Fans im...
Keystone
...erneut ausverkauften Luzerner Stadion.
...erneut ausverkauften Luzerner Stadion.
Keystone
Granit Xhaka (l.) spielt noch nicht so, wie man das von ihm erwartet. Er tritt aber besser auf als noch beim 1:0-Erfolg gegen Jamaika.
Granit Xhaka (l.) spielt noch nicht so, wie man das von ihm erwartet. Er tritt aber besser auf als noch beim 1:0-Erfolg gegen Jamaika.
Keystone
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Die beiden Luzerner Testspiele glichen sich fast wie ein Ei dem anderen. Die Schweiz dominierte mit viel Ballbesitz weitgehend, doch erst eine Steigerung in der letzten halben Stunde und Tore in der Schlussphase führten zu den letztlich verdienten Siegen. Gegen Peru sorgten Stephan Lichtsteiner und der nach 64 Minuten eingewechselte Xherdan Shaqiri (84.) mit ihren Toren für die Entscheidung. Der Verteidiger traf nach einer Flanke von Ricardo Rodriguez, der von Shaqiri lanciert worden war, mit einem prächtigen Kopfball (78.). Shaqiri erlief einen gerissenen Steilpass von Captain Gökhan Inler und schloss aus wenigen Metern ab (84.).

Die späten Tore versetzten das Publikum im ausverkauften Stadion in Feststimmung. Es verabschiedete das Schweizer Team mit langem und warmem Applaus und schickte es mit einem guten Gefühl auf die Reise an die WM. Nach zwei freien Tagen besammelt sich die Auswahl am Freitag in Zürich und fliegt nach einem Training im Letzigrund am Abend nach Südamerika. Das letztlich schöne Bild rundeten die Einwechslungen von Tranquillo Barnetta und Mario Gavranovic in der Schlussphase ab. Nach Verletzungen und reduzierten Trainings war die WM-Teilnahme der beiden noch letzte Woche in Gefahr. Nun kamen alle Feldspieler mindestens zu einem Kurzeinsatz in den Testspielen. Alle Mann an Board, lautet die Botschaft.

Den Ernstfall geprobt

Am Ende hatte Hitzfeld auch noch fast sein Wunschresultat von 3:0 gekriegt. Doch das wäre des Guten zu viel gewesen. Das hatte er eben auch nur gewünscht und nicht erwartet. Denn um keine falschen Erwartungen zu schüren, hatte Hitzfeld am Tag vor dem Spiel Auskunft gegeben über den Formstand der Schweizer Equipe im langen Anlauf zur WM-Endrunde. Bei «etwa 80 Prozent» sei man, hatte er vermeldet. Um sich an die harte Gangart südamerikanischer Teams heranzutasten, wie sie an der WM von den Gruppengegnern Ecuador und Honduras zu erwarten ist, schickte Hitzfeld diesmal mit Ausnahme des bis zur 64. Minute geschonten Shaqiri die Mannschaft auf den Platz, die er wohl auch für den WM-Start am 15. Juni im Kopf hat. Also erneut mit Granit Xhaka in der zentralen Position im offensiven Mittelfeld sowie diesmal mit Fabian Schär und Steve von Bergen in der Innenverteidigung. Im Vergleich zum Test gegen Jamaika standen auch Ricardo Rodriguez, Gökhan Inler, Valentin Stocker und Josip Drmic wieder in der Startformation.

Es konnte Hitzfeld nur Recht sein, dass die Peruaner in ihren Mitteln nicht zimperlich waren. Das Team, das die WM-Qualifikation in Südamerika als Siebte abschloss (von neun Verbänden), und das in Luzern ohne seine aus der Bundesliga bekannten Stars Claudio Pizarro, Jefferson Farfan und Paolo Guerrero antrat, stellte die Schweizer mit seinen Angriffen zwar kaum vor Probleme, doch stiegen die Südamerikaner in der Verteidigung und im Mittelfeld teilweise sehr rustikal in die Zweikämpfe. Das mag für die Schweizer in einigen Szene schmerzhaft gewesen sein, Steve von Bergen musste Mitte der zweiten Halbzeit nach einem Schlag auf die Wade sogar für kurze Zeit gepflegt werden, doch beschleunigt es womöglich ihre Suche nach den letzten 20 Prozent im Leistungsvolumen.

Hitzfelds positives Fazit

Nach der Partie mit Licht und Schatten im Schweizer Spiel erklärte Hitzfeld, dass er froh sei, dass der Test doch noch gewonnen worden sei. Vor den beiden Treffern hätte es Abstimmungsprobleme gegeben, habe auch die Spritzigkeit gefehlt. «Aber wir haben uns ins Spiel zurückgekämpft, weil wir diese Partie unbedingt gewinnen wollten. Deshalb bin ich mit der Willensleistung der Mannschaft sehr zufrieden», meinte der Nationaltrainer gegenüber SRF.

Dass es sein letzter Aufritt als Schweizer Nationalcoach hierzulande gewesen sei, daran habe er gar nicht gedacht, sagte Hitzfeld schmunzelnd. «Wir wollten dem Publikum unbedingt einen Sieg schenken. Das ist uns auch gelungen. Wir haben jedenfalls für die WM eine gute Basis gelegt und die beiden Siege in Luzern sind gut für die Moral. Wir sind auf dem richtigen Weg.»

Schweiz - Peru 2:0 (0:0) Swissporarena, Luzern. - 15'000 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stefanski (Pol). - Tore: 78. Lichtsteiner (Flanke Rodriguez) 1:0. 84. Shaqiri (Inler) 2:0. Schweiz: Benaglio; Lichtsteiner (92. Lang), Schär, von Bergen, Ricardo Rodriguez; Behrami (46. Dzemaili), Inler; Stocker (72. Barnetta), Xhaka (64. Shaqiri), Mehmedi (87. Gavranovic); Drmic (64. Seferovic). Peru: Forsyth; Advincula, Alberto Rodriguez (60. Ramos), Callens, Yotun; Ballon; Hurtado (65. Gambetta), Ramirez, Cruzado (83. Deza), Carrillo (83. Ruidiaz); Benavente (53. Gonzales). Bemerkungen: Schweiz komplett. Ersatzspieler: Sommer, Bürki, Ziegler, Senderos, Fernandes, Djourou. Verwarnungen: 33. Behrami und Ramirez. 44. Hurtado (alle wegen Unsportlichkeit).

(si)

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