«Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Belgrad»

Gemischte Gefühle bei den Young Boys nach dem 2:2 gegen Roter Stern Belgrad im Playoff-Hinspiel zur Champions League.

YB erwischte einen Traumstart: Roger Assalé traf bereits nach sieben Minuten zum 1:0. (Video: SRF)

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«Schade», war die spontane Reaktion von YB-Captain Fabian Lustenberger im Interview mit dem Schweizer Fernsehen. «Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht, nur die Tore haben gefehlt», fasste er die Partie zusammen. «Blöd waren die Gegentore, aber wird haben gezeigt, dass wir auch mit einer jungen Mannschaft auf diesem Niveau bestehen können.»

Der YB-Captain freute sich darüber, «dass wir nach dem Rückstand noch einmal zurückgekommen sind. Wir gehen mit einem guten Gefühl nach Belgrad.» Speziell waren die Gefühle des langjährigen Bundesligaspielers auch bei der Premiere in der Champions League. «Dafür arbeiten wir, davon träumen wir. Hoffentlich hören wir die Hymne noch viele Male.»

Seoanes Kompliment

«Das Resultat entspricht nicht der Leistung», musste YB-Trainer Gerardo Seoane konstatieren. In der Tat, in fast allen Statistiken lagen die Berner vorne – 26:11 Torabschlüsse, 61:39 Prozent Ballbesitz. Er müsse der Mannschaft ein Kompliment machen, ihm habe gefallen, wie sein Team mutig und lustvoll nach vorne gespielt habe. «Aber wir waren bei den Gegentoren nicht wach genug.» Vor allem der Ausgleich, ein Kopfball nach einem Eckball, wäre zu vermeiden gewesen.

Garcia trifft für Belgrad zum 2:1. (Video: SRF)

«Aber ich will der Mannschaft keinen Vorwurf machen», betonte Seoane, «mir gefiel, wie sie auch nach dem Rückstand weiter nach vorne spielte. Diese Leistung nehmen wir mit nach Belgrad.» Der YB-Trainer wurde für seinen Mut bei den Auswechslungen belohnt. Am Schluss waren fünf Offensivspieler auf dem Platz.

Hoaraus Rezept für das Rückspiel

Zuversichtlich zeigte sich auch Guillaume Hoarau. «Wir haben alles versucht, um zu gewinnen. Leider hat es nicht geklappt, doch wir gehen mit viel Lust nach Belgrad.» Mit seinem eiskalt verwandelten Penalty – mit seiner ersten Ballberührung nach seiner Einwechslung – hält er die Hoffnung der Berner auf den Einzug in die Königsklasse am Leben.

Hoaraus Penalty zum 2:2. (Video: SRF)

Sein Rezept für das Rückspiel? «Wir müssen einfach ein Tor mehr erzielen», sagte der Stürmer mit einem Lächeln. Auch mit 35 Jahren ist der beste Europacup-Torschütze der Young Boys noch immer hungrig. «Ich will unbedingt noch einmal in der Champions League spielen.»


Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

Die Sendung ist zu hören auf Spotify, bei Apple Podcasts oder direkt hier: (rom)

Erstellt: 21.08.2019, 23:50 Uhr

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