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Mourinho kritisiert Guardiolas Solidaritätsaktion

Jetzt wird es sogar politisch: Einmal mehr geht der Portugiese verbal auf Pep Guardiola los – wegen einer gelben Schleife.

Wie freundlich begrüssen sie sich am Sonntag? José Mourinho und Pep Guardiola.
Wie freundlich begrüssen sie sich am Sonntag? José Mourinho und Pep Guardiola.
Keystone
Die beiden Trainer haben eine schwierige gemeinsame Vergangenheit. Insbesondere während ihrer Zeit bei Real Madrid (Mourinho) und Barcelona (Guardiola) gerieten sie immer wieder aneinander.
Die beiden Trainer haben eine schwierige gemeinsame Vergangenheit. Insbesondere während ihrer Zeit bei Real Madrid (Mourinho) und Barcelona (Guardiola) gerieten sie immer wieder aneinander.
Keystone
Jetzt geht es um eine gelbe Schleife. Diese trägt Guardiola zur Solidaritätsbekundung für inhaftierte Katalanen.
Jetzt geht es um eine gelbe Schleife. Diese trägt Guardiola zur Solidaritätsbekundung für inhaftierte Katalanen.
Keystone
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Beste Freunde werden sie nicht mehr, die beiden Startrainer. Bereits in Vergangenheit verwickelten sich José Mourinho und Pep Guardiola in Wortgefechte. Meist während Pressekonferenzen, manchmal gar auf dem Fussballplatz.

Der Höhepunkt wurde im April 2011 erreicht, vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League. Wenige Stunden nachdem der damalige Real-Trainer Mourinho Guardiola unterstellte, mit Barça nur dank dem Schiedsrichter jemals eine Champions League gewonnen zu haben, platzte dem Katalanen im Pressesaal des Estadio Santiago Bernabéu der Kragen: «Hier drin bist du der Chef, der verdammte Meister. Bei Pressekonferenzen habe ich keine Chance gegen dich, aber wir sehen uns morgen um 20.45 Uhr auf dem Platz.» Barcelona gewann 2:0, und später die Champions League.

Provokation vor Spitzenkampf

Mehr als sechs Jahre sind seither vergangen, mittlerweile sind beide als Trainer in Manchester tätig. Mourinho bei den Roten, bei United, Guardiola bei den Hellblauen, bei City. Am Sonntag, um 17.30 Uhr treffen sie im Old Trafford aufeinander – City geht als Tabellenführer mit acht Punkten Vorsprung auf den zweitplatzierten Stadtrivalen ins Rennen. Für Mourinho und seine Spieler ist es so etwas wie die letzte Chance, noch ein Wort um den Premier-League-Titel mitzureden. Mourinho ist sich dessen bewusst, und schaltet vor während der Pressekonferenz wieder in den guten, alten Provokations-Modus. Dabei geht es um eine gelbe Schleife.

Diese trägt Guardiola an seinem Mantel, als Symbol der Unterstützung für die inhaftierten Unabhängigkeitsbefürworter in Katalonien. Darauf angesprochen antwortete Mourinho: «Falls es die Regeln gestatten, soll er machen, was er will. Aber ich bezweifle stark, dass irgendwelche politischen Botschaften auf dem Fussballplatz erlaubt sind.» Er kenne Guardiola schon viele Jahre und glaube deshalb zu wissen, was der Katalane für sein Volk empfinde: «Aber dieses Thema in den Fussball tragen... ich weiss nicht, wie da die Regeln sind. Ich glaube, mir würde es nicht erlaubt werden.»

Auch als es wieder um Fussball ging, zeigte sich Mourinho provokativ. Was ihm an den ManCity-Spielern nicht so gefällt? «Sie verlieren so schnell ihr Gleichgewicht. Ein leichter Windstoss und sie fallen um.» Zum Schluss gab es aber auch noch versöhnliche Worte: «Sie verteidigen gut, reagieren schnell auf Ballverluste, kreative Bewegungen, unglaubliche Spieler und einen tollen Trainer.»

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