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Mourinho und die Rache an der Ex-Liebe

Heute Abend kommt es im FA-Cup-Viertelfinal zum Klassiker zwischen Chelsea und Manchester United – den beiden Teams der Stunde.

Im letzten Aufeinandertreffen gewann Chelsea gleich mit 4:0. Wird es dieses Mal eine engere Partie?
Im letzten Aufeinandertreffen gewann Chelsea gleich mit 4:0. Wird es dieses Mal eine engere Partie?
Keystone

Sie treffen wieder an der Stamford Bridge aufeinander, wieder mit Mourinho und Conte am Spielfeldrand. Doch diesmal ist die Prämisse eine andere: Der Cup-Viertelfinal und nicht die Meisterschaft ist der Grund für das Duell zwischen Chelsea und Manchester United. Ein K.-o.-Spiel: Der Gewinner kommt weiter, der Verlierer ist draussen.

Rückblick. Am 23. Oktober 2016 treffen der FC Chelsea und Manchester United an der Stamford Bridge aufeinander. Chelsea startete mit vier Siegen in die Saison, Manchester liegt auf Rang 6 zwei Punkte hinter den Londonern. Für United-Trainer José Mourinho ist es die erste Partie seit seiner Entlassung beim Londoner Verein knapp ein Jahr zuvor.

«Ich werde nicht wie ein verrücktes Kind jubeln, wenn wir treffen», sagt der Portugiese noch vor dem Spiel. Er hat dann auch keinen Grund zum Jubeln. Die «Red Devils» werden vorgeführt. Hazard, Kanté, Pedro und Cahill bringen die Stamford Bridge zum Beben. Die Chelsea-Fans skandieren: «You're not special anymore.» Eine Ohrfeige für Mourinho, den «Special One» – und das von seiner Ex-Liebe.

Eine Partie mit klaren Verhältnissen: Chelsea gegen Manchester United am 23. Oktober. Video: Youtube

Beide Teams glänzen mit ihrer Ungeschlagenheit

Gegenwart. Seit dem 0:4 gegen Chelsea ist die United ungeschlagen. Bei 17 Liga- und 3 Cupspielen hat die Mannschaft von Mourinho nicht mehr verloren. Dennoch: In der Ligatabelle stagniert United. Seit ebenfalls 17 Partien dümpelt sie auf dem 6. Rang vor sich hin und kommt nicht vom Fleck.

Chelsea wiederum bahnt sich unaufhaltsam den Weg zum Titelgewinn. Auch die Londoner haben seit dem Herbst nicht mehr verloren, exakter seit 21 Spielen. Zu Hause sind die «Blues» eine Festung, 15 von 16 Heimpartien unter Conte wurden gewonnen. In der Tabelle bedeutet dies Rang 1, zehn Punkte vor den ersten Verfolgern, Tottenham und Manchester City, 17 Zähler vor United. Chelsea steht nach 2015 wieder vor dem Gewinn der Meisterschaft. Der damalige Meistertrainer: José Mourinho.

Trainer begegnen sich mit Respekt

Es soll die Wiedergutmachung für die Blamage vom Herbst werden. Doch Mourinho zeigt keine Rachegelüste: «Ich bin nicht auf Rache aus», sagt der Portugiese bei der Pressekonferenz cool. Für ihn ist der Zeitpunkt des Spiels ein schlechter: «Die Europa League ist uns wichtiger, weil wir uns dort für die Champions League qualifizieren können.» Der Cup-Viertelfinal kommt ihnen dabei eher ungünstig. Bei ESPN zollt er dem Gegner aber höchste Bewunderung: «Sie sind defensiv sehr stark und haben fantastische Leute für Konterangriffe. Mit drei oder vier Spielern können sie Gegner töten!»

Chelsea-Trainer Antonio Conte schwingt analog respektvolle Töne: «Ich denke, United hat zusammen mit City das beste Kader der Liga», sagt der Italiener. Bereits im Oktober habe er ein grossartiges Team getroffen, nun sei es dasselbe. Auf Mourinho und seine erneute Rückkehr an die Stamford Bridge angesprochen, sagt er: «Seine Geschichte mit Chelsea ist grossartig. Ich weiss, dass er immer noch in den Herzen der Fans ist, weil er es verdient hat.»

Ohne Ibrahimovic, aber mit Rooney?

Trotz des Respekts: Beide Teams wollen gewinnen. ManU-Verteidiger Chris Smalling gibt sich kämpferisch. Er würdigt Chelsea als konstanteste Mannschaft der Liga, «wir sind aber auch gut drauf und werden ihnen ein deutlich besserer Kontrahent sein als im Oktober». Das sei definitiv die schlechteste Leistung der Saison gewesen. «Es steht nicht nur das Weiterkommen in diesem Wettbewerb auf dem Spiel, wir haben auch unseren Stolz.»

Für die Partie muss Mourinho auf Zlatan Ibrahimovic verzichten, der nach seiner Ellenbogenattacke für 3 Spiele gesperrt ist. Spekulation ist, ob Wayne Rooney dadurch in die Startaufstellung rückt. Chelseas Trainer Conte wiederum kann aus dem Vollen schöpfen.

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