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«Noch immer Angst, in den Bus zu steigen»

Der Bombenanschlag auf den Dortmunder Teambus am 11. April beschäftigt Shinji Kagawa bis heute. In seinem Blog gewährt er Einblick in sein Seelenleben.

«Die Gefahr ist immer präsent»: Shinji Kagawa warnt vor neuen Anschlägen auf Sportler.
«Die Gefahr ist immer präsent»: Shinji Kagawa warnt vor neuen Anschlägen auf Sportler.
Keystone

Seit dem Abend, an dem die Mannschaft von Borussia Dortmund einer Katastrophe nur knapp entging, liegt für Shinji Kagawa ein Schatten auf seinem Dasein als Fussballprofi. «Ich war wirklich verängstigt, und ich bin immer noch verängstigt», schreibt der Japaner in seinem Online-Tagebuch. Und er warnt: «Dortmund, andere Fussballteams, andere Sportorganisationen können weiterhin ein Anschlagsziel sein. Die Gefahr ist immer präsent.»

Zuerst habe er gedacht, es sei auf den Bus geschossen worden, so Kagawa. Alle hätten sich auf den Boden gekauert und den Chauffeur aufgefordert loszufahren. Es habe kollektive Fassunsglosigkeit geherrscht. In der Nacht nach dem Anschlag, der sich auf dem Weg ins Stadion ereignet hatte, fand der BVB-Star erst sehr spät Schlaf – und träumte von den schrecklichen Szenen. «Es war die gleiche Umgebung, das gleiche Geräusch, und wieder zerbrach das Glas», führt er aus.

Kagawa schreibt auch, dass es für ihn zunächst nur sehr schwer vorstellbar gewesen sei, das Spiel gegen Monaco bereits am nächsten Tag nachzuholen. Sichtlich von den Ereignissen getroffen und ohne den von Splittern verletzten Marc Bartra, verloren die Dortmund das Viertelfinal-Hinspiel gegen die Monegassen mit 2:3. Nach dem 1:3 im Rückspiel schieden sie aus.

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