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Oscarpreisträger im Hardturm

Ein Blick zurück auf die einst gloriose Zeit des alten Stadions.

Der Oscarpreisträger Maximilian Schell erhielt bei seinem Besuch im Hardturm sein persönliches GC-Trikot. Foto: Grasshopper Club Zürich
Der Oscarpreisträger Maximilian Schell erhielt bei seinem Besuch im Hardturm sein persönliches GC-Trikot. Foto: Grasshopper Club Zürich

Im alten Hardturm, es sind viele Jahre vergangen, GC war eine stolze Marke und erfolgreich, da war das Stadion in Zürich-West manchmal prall gefüllt, und auf der Tribüne sah man Gesichter, die man kannte, von anderswo. Und jene, die schon vorher auf den blauen Klappstühlen sassen, sahen sie jeweils kommen, alle Zuschauer mussten ja vorbeilaufen unten den Rasen entlang, und dann sagten sie oben, schau, da kommt auch er, der . . .

Maximilian Schell kam manchmal, der Oscarpreisträger, er war einst Junior bei den ­Grass­hoppers, entschied sich aber für die Filmkarriere, und als er in Hollywood arbeitete, liess er sich die Fachzeitung «Sport», die es damals noch gab, nachschicken, er wollte alles wissen über seinen Club. Bei einem Auftritt im ZDF-Sportstudio liess er neben all seinen filmischen Auszeichnungen auch stolz ein GC-­Trikot hinlegen.

Anthony Quinn, auch er mit Oscars geehrt, führte einmal gar einen Anstoss aus.

Hannes Schmidhauser, der «Uli, der Knecht» einst ebenfalls Spieler bei GC, gar Captain im Nationalteam, kam zu den Spielen, Bruno Ganz ebenfalls, Leute erinnern sich, dass auch Friedrich Dürrenmatt einige Male rauchend auf der Tribüne sass, die Liebe des Dichters gehörte dann später Xamax, dort wurde er Ehrenmitglied.

Immer wieder und manchmal gar extra aus München angereist, verfolgten Dieter Hildebrandt und Werner Schneyder von der Lach- und Schiess­gesellschaft die Spiele, auch Mary & Gordy, das deutsche Travestieduo, sass im Publikum, oder der Chansonnier Stephane Eicher, sein Sohn spielte bei den Junioren.

Und dann diese Geschichte. Es war damals spät am Abend, da läutete bei Fredy Bickel, in dieser Zeit Technischer Koordinator bei den Grass­hoppers, das Telefon. «Da ist Roberto Blanco», hörte er.

«Da ist Heino», antwortete Bickel schlagfertig. «Nein, da ist wirklich Roberto Blanco», sagte der deutsche Spass-Entertainer, es war einen Augenblick still in der Leitung. «Dann bin ich der Fredy», sagte Heino, der jetzt der Bickel war. «Ich würde gerne morgen das GC-Spiel besuchen», hörte er von Blanco. «Kein Problem, ich reserviere für Herrn Blanco zwei Tickets», antwortete Bickel. «Ich bin für dich ­Roberto», sagte dieser.

Roberto Blanco musste dann allerdings am nächsten Tag wieder absagen, eine schwere Nierenkolik plagte ihn. GC hat offenbar schon früher einige krank gemacht.

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