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Papst und Shaqiri

Bruno erzählt Luca, weshalb Shaqiri, im Gegensatz zum Papst, trotz Wechsel zu Inter Mailand sein Zeitungsabo nie kündigen wird.

Weshalb ihm Bruno an diesem Morgen diese Geschichte erzählt, versteht Luca vorerst nicht. Es ist eine päpstliche Geschichte, und eine über einen Zeitungsladen mitten in Buenos Aires. Daniel Del Regno, der Sohn des Kioskinhabers, bekam, es war vor zwei Jahren, einen Telefonanruf, er merkte sofort, dass dieser von weit weg sein musste. «Ich bin es wirklich», hörte er, als er nochmals nachfragte, «der Kardinal Jorge, ich rufe aus Rom an», und Jorge Mario Bergoglio bedankte sich herzlich, dass er seit Jahren täglich die Zeitung bekommen habe, leider müsse er jedoch das Abo kündigen. «Wegen Umzugs», soll er gesagt haben. Kardinal Jorge wohnte in Buenos Aires im 2. Stock eines Appartementhauses an der Plaza de Mayo, er war Erzbischof, aber dann musste er eine Dienstreise in den Vatikan antreten und konnte nicht mehr nach Argentinien zurückkehren, da aus ihm Papst Franziskus geworden war. Aber er hat, so verbreitete es damals wenigstens die «Catholic News Agency», die in kirchlichen Angelegenheiten gut informiert ist, selber zum Hörer gegriffen und dem Kioskinhaber den Grund für die Kündigung seiner Zeitung «La Nacion» mitgeteilt. Del Regno soll geweint haben und fassungslos gewesen sein vor Glück.

«Das ist eine wirklich wunderbare Geschichte, aber weshalb erzählst du sie mir heute?», fragt Luca. «Mir kam sie wieder in den Sinn», antwortet Bruno, «weil viele Fussballer in diesen Tagen den Klub wechseln, von irgendwo wegziehen, in neue Städte, andere Länder, meist geht es auch bei ihnen sehr schnell, und so frage ich mich, ob vielleicht . . .»

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