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Pep und die alten Lieder

Es gibt so Momente im Leben, da sitzen zwei einfach an einem Tisch.

Es gibt so Momente im Leben, da sitzen zwei einfach an einem Tisch, wissen nicht, über was sie reden sollen, weil es spontan nichts zu sagen gibt, alles gesagt oder es zu früh ist, etwas zu sagen, oft liegt es auch an der persönlichen Verfassung, die nicht die beste ist, und so ist es bei Bruno und Luca an diesem Morgen. Sie schlürfen ihren Espresso. Etwas abwesend, etwas lustlos beide, draussen fahren Trams vorbei, es ist grau und kalt, der Nebel drückt auf die Psyche. Der Advent macht auch nachdenklich. Sie schauen in ihre Zeitung, ein Gespräch entsteht kaum, sie reden zwischendurch über verschiedenes, mehr stichwortartig, um die Stille zu überbrücken.

«Manchmal erstaunt mich, dass Bayern München unter diesem Trainer so intelligenten Fussball spielt», sagt Bruno plötzlich, er hat eben darüber gelesen, wie Pep Guardiola in der Pause des Spiels gegen Leverkusen taktische Veränderungen vornahm und einmal mehr alles richtig machte. «Die können doch gar nicht verstehen, was er will», sagt Bruno, «der bleibt auch für die Münchner Spieler immer noch ein Fremder.» Und er holt einen Zettel aus seiner Vestontasche, der Satz ist so kompliziert, dass er ihn unmöglich im Kopf speichern konnte, es ist ein Satz, den Pep Guardiola kürzlich an einer Medienkonferenz gesagt hat.

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