Plötzlich wird Neymars Barça-Rückkehr konkret

Doch mehr als ein Gerücht? In Spanien verdichten sich die Anzeichen auf eine spektakuläre Wiedervereinigung.

Zaubert er bald wieder für Barça? Video: Tamedia

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Zumindest auf den ersten Blick wirkt die Geschichte sehr abenteuerlich. Die Geschichte wiederholt sich jetzt allerdings, und das nicht zum ersten Mal. Sie geht so: Neymar, der im Sommer 2016 für die Rekordablöse von 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris wechselte, soll in die katalanische Metropole zurückkehren wollen. Obwohl er damals aus dem Schatten von Lionel Messi treten wollte. Obwohl sie bei Barça empört über den plötzlichen Abgang des hochbegabten Brasilianers waren. Obwohl die Trennung sogar in einem Scheidungskrieg endete und Neymar vor Gericht eine abgemachte Vertragsverlängerungsprämie einforderte, die Barça wegen Vertragsbruchs eingefroren hatte.

Trotz allen Ärgers mit Fans und Verein behielt der 26-Jährige einen exzellenten Draht zu seinen ehemaligen Teamkollegen. Allen voran Messi und Luis Suárez sollen gut mit Neymar befreundet sein. Mehrmals war er schon zu Besuch auf dem Trainingsgelände von Barça, zuletzt Ende August. Für spanische Medien ein Indiz, dass der Angreifer seinen Wechsel in die französische Hauptstadt bereut. Für Barça war eine Rückholaktion des verlorenen Superstars allerdings kein Thema. Es schien eher, als würde Neymar früher oder später bei Real Madrid landen. Bis jetzt.

Die Barça-Stars wollen ihn zurück

Glaubt man den Berichten der Barça nahestehenden Medien «Mundo Deportivo» und «Sport», soll Neymar höchstpersönlich die Vereinsführung gebeten haben, ihn wieder aufzunehmen. Dazu hätten Mitglieder seines Clans gefragt: «Was braucht es, damit er zurückkehren kann?» Und siehe da: Erstmals blockt die Führungsriege um Präsident Josep Maria Bartomeu nicht ab. Er habe sich sogar im Team umgehört, ob eine Rückkehr von Neymar gewünscht sei. Ist sie offensichtlich, weshalb die endgültige Entscheidung jetzt dem Trainerteam um Chef Ernesto Valverde übergeben wurde.

Da stellt sich zwangsläufig die Frage: Welcher Trainer, der noch völlig bei Verstand ist, verzichtet freiwillig auf einen solchen Ausnahmekönner – trotz der bekannten Allüren? Kommt hinzu, dass in Neymars Vertrag offenbar festgeschrieben ist, dass er PSG kommenden Sommer verlassen darf.

Ist die spektakuläre Wiedervereinigung also schon bald in trockenen Tüchern? Nun, da gibt es einen kleinen Haken: Die abgemachte Ablösesumme für einen Transfer im Juli 2019 beläuft sich auf 220 Millionen Euro. Immerhin: Ein Jahr später wäre der Brasilianer etwas billiger zu haben. Für nur noch 200 Millionen Euro. (fas)

Erstellt: 18.10.2018, 14:03 Uhr

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