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Polens Kompromiss mit der Regierung

Vor Ablauf des Ultimatums haben Polens Regierung und der nationale Fussballverband (PZPN) nach ihrem heftigen Streit eine Einigung erzielt und damit drohende Sanktionen des Weltverbandes Fifa abgewendet.

Fifa-Präsident Sepp Blatter teilte in einer Pressemitteilung mit, dass mit Polen eine Einigung im Streit erzielt worden sei. «Durch die Kompromisslösung hat Polen eine Suspendierung vermieden.» Wie die Fifa mitteilte, soll der umstrittene PZPN- Verwalter Robert Zawlocki schnellst möglich wieder abberufen werden. Weiters betonte Blatter, Polen habe keine Sperre zu befürchten, wenn der übermittelte Kompromissvorschlag ab Dienstag in Kraft tritt. «Wenn diese Einigung umgesetzt wird, dann werden wir keine Sanktionen verhängen», betonte Blatter.

Vor dem Ablauf des Ultimatums am Montag um 12.00 Uhr habe die Fifa Schreiben der polnischen Regierung und des PZPN erhalten, die eine «positive Entwicklung» andeuten. Damit steht auch der Austragung der WM-Qualifikationsspiele Polen gegen Tschechien am Samstag und die Slowakei am 15. Oktober nichts mehr im Wege. Die Fifa hatte wegen der Einmischung der Regierung mit einer Suspendierung des Verbandes gedroht.

Fussball-Verbände überwachen die künftigen Wahlen in Polen

Gemäss der Fifa habe die polnische Regierung zugestimmt, Verwalter Zawlocki von seiner Aufgabe zu entbinden. Ein unabhängiger Wahlausschuss bestehend aus Vertretern der Regierung, der Fifa sowie der Uefa soll die künftige Wahl der Verbandsspitze überwachen. «Die Fifa wird weiter die Situation im polnischen Verband und die Umsetzung der Massnahmen der Roadmap überwachen», hiess es.

Zawlocki war am vergangenen Montag eingesetzt worden, gleichzeitig wurde die alte PZPN-Führung mit Präsident Michal Listkiewicz an der Spitze suspendiert. Sportminister Miroslaw Drzewiecki hatte das radikale Vorgehen mit rechtswidriger Tätigkeit und fehlender Bereitschaft des Verbandes zur Bekämpfung der Korruption begründet. Fifa und Uefa lehnten diese Massnahmen jedoch als einen «Eingriff der Regierung in die Autonomie des nationalen Verbandes» ab.

Die Uefa drohte zugleich mit dem Entzug der Euro 2012, die Polen mit der Ukraine ausrichten soll. «Es besteht momentan keine unmittelbare Gefahr, dass wir ihnen die EM entziehen. Aber es ging eine Menge Vertrauen verloren und wir werden sehen, ob es zur Erfüllung des Kompromisses kommt», sagte Uefa-Sprecher William Gailland. «Wir werden, wie auch die Fifa, die Situation weiter genau beobachten.»

si/fal

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