Polizei fahndet mit noch verpixelten Bildern nach FCZ-Fans

Gehen keine Hinweise ein, wird die Polizei die Bilder der Täter, die einen YB-Fanzug angegriffen haben, unverdeckt veröffentlichen.

Fans des FC Zürich stürmten im August 2017 im Bahnhof Herzogenbuchsee einen Extrazug mit YB-Fans. Nun droht die Justiz mit dem Internetpranger (Archivbild).

Fans des FC Zürich stürmten im August 2017 im Bahnhof Herzogenbuchsee einen Extrazug mit YB-Fans. Nun droht die Justiz mit dem Internetpranger (Archivbild). Bild: Raphael Moser

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Wie vor einer Woche von der Berner Justiz angekündigt, hat sie am Mittwoch verdeckte Bilder von Tatverdächtigen im Internet veröffentlicht. Gehen bis zum 21. August keine Hinweise ein, werden die Bilder der gesuchten Personen anschliessend unverdeckt veröffentlicht.

Der Angriff der mutmasslichen Anhänger des FC Zürich fand im Bahnhof Herzogenbuchsee statt. Dort legte der Zug einen geplanten Halt ein, worauf mehrere Männer den Zug stürmten, Personen bedrohten und tätlich angriffen.

Ein Bahnangestellter musste sich verletzt in Spitalpflege begeben. Es kam auch zu Sachbeschädigungen. Die YB-Fans reisten mit dem Zug an ein Auswärtsspiel gegen den FC Zürich.

In Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei Zürich ermittelten Berner Justiz und Polizei die sechs Männer, die zwischen 22 und 28 Jahre alt sind. Sie wurden wegen diverser Widerhandlungen gegen das Strafgesetzbuch sowie das Eisenbahn- und das Personenbeförderungsgesetz angezeigt.

Gegen die Angezeigten hat die Berner Kantonspolizei in der Zwischenzeit Rayonverbote gemäss den Bestimmungen des Konkordats über Massnahmen gegen Gewalt anlässlich von Sportveranstaltungen ausgesprochen.

Nicht der erste Pranger

Es ist nicht das erste Mal, dass die Berner Justiz im Zusammenhang mit Fangewalt zum Instrument des Internetprangers greift. Im Februar dieses Jahres fahndete sie mit Hilfe dieses Instruments nach Personen, welche im Rahmen der Meisterfeier des BSC Young Boys Bern von Sommer 2018 Fackeln gezündet hatten.

2013 gelang es ihr auf diese Weise, mehrere Personen zu identifizieren, welche an der «Tanz dich frei»-Krawallnacht randaliert haben sollen.

Weitere Beiträge aus der Region Oberaargau (chh/mb/sda)

Erstellt: 14.08.2019, 11:07 Uhr

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