Zum Hauptinhalt springen

Prozess bringt Franck Ribéry eine Million

Der franzöische Nationalspieler Franck Ribéry wurde von seinem ehemaligen Spielervermittler Bruno Heiderscheid verklagt. Dann aber wendete sich das Blatt: Heiderscheid muss dem Bayern-Star 600'000 Euro zurückzahlen.

Das Bundesgericht hat einen entsprechenden Entscheid des internationalen Schiedsgerichts in Lausanne bestätigt.

Der aus Luxemburg stammende Heiderscheid hatte mit Ribéry im November 2005 einen Vermittlervertrag abgeschlossen. Damals stand Ribéry noch bei Olympique Marseille unter Vertrag. Aufgrund dieses Vertrags übermittelte Ribéry dem Fussballagenten einmal 200'000 Euro und einmal 600'000 Euro. Anfang Mai 2007 kündigte Ribéry den Vertrag, worauf der Luxemburger eine Sechs-Millionen-Euro-Klage beim Internationalen Schiedsgericht in Lausanne einreichte.

Regeln für Sportagenten verletzt

Ribéry drehte in der Folge den Spiess um und machte beim Schiedsgericht geltend, der Vertrag sei nichtig, weshalb ihm Heiderscheid 600'000 Euro zurückerstatten müsse. Mit Entscheid vom 16. April 2008 gab das Schiedsgericht dem französischen Nationalspieler vollumfänglich recht. Es erklärte den Vermittlervertrag für ungültig, weil Heiderscheid Regeln für Sportagenten in Frankreich verletzt hatte und deshalb gar nicht als Spielervermittler hätte agieren dürfen. Das Gericht verurteilte den Luxemburger dazu, Ribéry den Betrag von 600'000 Euro zurückzuerstatten. Allerdings kann Heiderscheid, der auch den ehemaligen FCZ-Spieler Shabani Nonda zu seinen Klienten zählt, davon 260'000 Euro abziehen, die ihm Ribéry aus einem früheren Vertragsverhältnis schuldig ist.

Eine gegen diesen Entscheid eingereichte Revision Heiderscheids hat das Bundesgericht gemäss dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil abgewiesen. Der Spielervermittler hatte argumentiert, das Schiedsgericht sei befangen gewesen. Weil Heiderscheid aber von Anfang an wusste, wer als Schiedsrichter fungiert, hätte er sofort ein Ablehnungsbegehren stellen müssen. Der Luxemburger muss auch die Gerichtskosten von 8000 Franken bezahlen und Ribéry eine Entschädigung für das Verfahren vor dem Bundesgericht in Höhe von 9000 Franken überweisen.

AP/cal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch