PSG scheidet wieder früh aus

Real Madrid ist dank des Sieges in Paris weiter. Für PSG ist es das sechste Out in den Champions-League-Achtelfinals in Folge. Auch Liverpool schafft die nächste Runde.

Trotz Billiard-Tor von Cavani scheidet Paris wieder früh aus. (Video: Tamedia/SRF)

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Für Paris Saint-Germain endete eine weitere Champions-League-Saison mit einer Enttäuschung. Die Pariser ohne den verletzten Neymar verloren nach dem 1:3 im Hinspiel auch das Achtelfinal-Rückspiel zuhause gegen Titelverteidiger Real Madrid (1:2) und schieden mit dem Gesamtskore von 2:5 aus.

Cavani lässt PSG kurz hoffen

Der Brasilianer Casemiro entschied die Partie mit einem abgefälschten Schuss in der 80. Minute endgültig zugunsten der Gäste aus Madrid, die sich damit die Chance wahrten, zum dritten Mal in Folge den Titel in der Königsklasse zu gewinnen. Zuvor war für wenige Minuten die Hoffnung in den Parc des Princes zurückgekehrt, nachdem Edinson Cavani in der 71. Minute für das Heimteam in Unterzahl den Führungstreffer von Cristiano Ronaldo (51.) ausgeglichen hatte.

Real Madrid in allen Belangen überlegen

Doch Marco Verrattis Platzverweis in der 66. Minute wog letztlich zu schwer. Die Gelb-Rote Karte des Italieners wegen Reklamierens stand sinnbildlich für den Auftritt der Pariser, die in Abwesenheit von Superstar Neymar nicht zu überzeugen vermochten und nie den Eindruck hinterliessen, das Handicap aus dem Hinspiel noch wettmachen zu können. Der Titelverteidiger Real Madrid war seinem Herausforderer in allen Belangen überlegen.


Für Paris und seine katarischen Investoren endete damit eine weitere Champions-League-Kampagne mit einer Enttäuschung. Noch nie seit 2011 und dem Einstieg von Nasser Al-Khelaifi überstand der PSG die Viertelfinals, nun bedeuteten erneut die Achtelfinals Endstation - trotz der Verpflichtung von Neymar und Mbappé für 400 Millionen Euro im letzten Sommer. Für Trainer Unai Emery dürfte die Luft dünn werden, trotz klarer Tabellenführung in der Meisterschaft.

Titel-Hattrick für Real?

Für Real Madrid hingegen geht die Jagd nach dem Titel-Hattrick weiter. Wie der PSG waren auch die Madrilenen nicht in Bestbesetzung angetreten. Zinédine Zidane verzichtete etwas überraschend in der Startaufstellung auf sein kongeniales Mittelfeldduo Toni Kroos und Luka Modric. Der Deutsche und der Kroate hatten seit dem Hinspiel wegen Verletzungen gefehlt, trainierten im Vorfeld der Partie in Paris aber wieder mit der Mannschaft mit.

Zidane behielt mit seinem Entscheid recht, die Absenz der beiden fiel nicht ins Gewicht. Casemiro und Mateo Kovacic kontrollierten das Zentrum, weswegen die Pariser Offensive kaum ins Rollen kam. Bis zur 41. Minute mussten die Zuschauer warten, bis Angel Di Maria aus spitzem Winkel zum ersten gefährlichen Abschluss für das Heimteam kam.

Ronaldo trifft in jedem Spiel

Real hingegen stand bereits vor der Pause einem Treffer wesentlich näher. Für diesen sorgte dann kurz nach der Pause wieder einmal Cristiano Ronaldo, der bereits im Hinspiel zweimal getroffen hatte. Der Portugiese traf in der 51. Minute per Kopf zum 1:0, nachdem er eine Minute zuvor das Ziel noch knapp verfehlt hatte. Dem Treffer ging ein kapitaler Ballverlust von Dani Alves voraus. Für Ronaldo war es im achten Spiel der zwölfte Treffer, der 117. insgesamt in der Champions League. In dieser Saison hat der fünffache Weltfussballer des Jahres in jeder Partie der Königsklasse getroffen.

Liverpools Nullnummer

Neben Real Madrid qualifizierte sich auch Liverpool für die Viertelfinals. Den ersten Einzug in die Runde der letzten acht seit neun Jahren in der Königsklasse hatten die «Reds» bereits im Hinspiel in Porto klar gemacht, als sie unter anderem dank einer Triplette des Senegalesen Sadio Mané 5:0 gewannen. Das Rückspiel an der Anfield Road verlief weniger spektakulär. Die Liverpooler Tormaschine lief für einmal nicht wie geschmiert, auch wenn Jürgen Klopp nicht alle seine Stars schonte. Zumindest Mohamed Salah erhielt vor dem Duell am Samstag gegen Manchester United aber eine Pause und wurde erst eine Viertelstunde vor Schluss eingewechselt. Aber auch der Ägypter konnte am torlosen Remis nichts ändern.

Paris Saint-Germain - Real Madrid 1:2 (0:0)
45'000 Zuschauer. SR Brych (GER).

Tore: 51. Ronaldo 0:1. 71. Cavani 1:1. 80. Casemiro 1:2.
Paris Saint-Germain: Areola; Dani Alves, Thiago Silva, Marquinhos, Berchiche; Verratti, Thiago Motta (59. Pastore), Rabiot; Di Maria (76. Draxler), Cavani, Mbappé (85. Diarra).
Real Madrid: Navas; Carvajal, Ramos, Varane, Marcelo; Lucas Vazquez, Casemiro, Kovacic (71. Kroos), Asensio (82. Isco); Benzema (76. Bale), Ronaldo.
Bemerkungen: Paris Saint-Germain ohne Neymar (verletzt). 66. Gelb-Rote Karte Verratti (Reklamieren). 69. Pfostenschuss Asensio. 83. Pfostenschuss Lucas Vazquez. 83. Pfostenschuss Ronaldo.
Verwarnungen: 20. Verratti (Foul). 32. Kovacic (Foul). 78. Ramos (Foul). 84. Cavani (Foul).

Liverpool - FC Porto 0:0
50'000 Zuschauer. SR Zwayer (GER).

Liverpool: Karius; Gomez, Matip, Lovren, Moreno; Can (80. Klavan), Henderson, Milner; Mané (74. Salah), Firmino (62. Ings), Lallana.
Porto: Casillas; Maxi Pereira, Diego Reyes, Felipe, Dalot; André (62. Oliveira), Oliver Torres, Costa, Corona, Aboubakar (80. Paciencia), Waris (68. Ricardo Pereira)
Bemerkungen: Liverpool ohne Wijnaldum und Woodburn (verletzt). 31. Pfostenschuss Mané. (var/sda)

Erstellt: 06.03.2018, 23:26 Uhr

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